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Ein Viertel der Kinder in Bayern mit Diagnose einer psychischen Störung

Dienstag, 14. Juni 2016

München – Im zweiten Halbjahr 2014 lag für etwa 470.000 Kinder und Jugendliche in Bayern die Diagnose einer psychischen Störung vor – dazu zählen auch Entwicklungsstörungen. Das ist rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in dem Bundesland. Diese Zahl nennt der erste „Bericht zur psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Bayern“. Landesgesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat ihn Mitte Juni vorgestellt. Datenbasis des Berichts sind Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung, die amtliche Krankenhausstatistik, Ergebnisse von Schuleingangsuntersuchungen und Daten epidemiologischer Studien.

Bei den Klein- und Vorschulkindern sind laut Bericht Entwicklungsstörungen die häufigste Diagnose. Im Alter zwischen 7 und 14 Jahren gewinnen Verhaltensstörungen und emotionale Störungen an Bedeutung. Hier macht die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gut die Hälfte der Diagnosen aus. Im Alter zwischen 15 und einschließlich 17 Jahren kommen auch Depressionen hinzu.

„Die Häufigkeit stimmt – in der Größenordnung – erstaunlich gut mit den Daten aus der bundesweiten KiGGS-Studie überein“, heißt es in dem Bericht. Die Krankenhausfälle infolge psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen lägen in Bayern etwas unter dem Bundesdurchschnitt. „Vermutlich ist das auch bei der Erkrankungshäufigkeit insgesamt so, weil die psychische Gesundheit stark von der sozialen Lage abhängt – und die ist in Bayern besser als im Bundesdurchschnitt“, so der Bericht weiter.

Erfreulich sei die Entwicklung beim Alkohol- und Tabakkonsum. So gehe die Zahl der Krankenhauseinweisungen infolge von Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen in Bayern zurück. Außerdem habe der Anteil der jugendlichen Raucher im Alter von 12 bis 17 Jahren mit 9,6 Prozent im Jahr 2015 den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebungen Ende der 1970er-Jahre erreicht. © hil/aerzteblatt.de

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