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Lebensqualität in Deutschland wenig von Region abhängig

Freitag, 17. Juni 2016

Paris/Berlin – Die sozialen und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse sind in Deutschland in vielen Bereichen sehr viel einheitlicher als in den meisten anderen großen Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). In der Gesundheitsversorgung treten regionale Unterschiede allerdings deutlich hervor. Das berichtet die Organisation in ihrer neuen Studie „OECD Regions at a Glance“.

Anhand von mehr als 20 Indikatoren analysieren die Autoren regionale Unterschiede innerhalb einzelner Länder und bewerten ihre Entwicklung in den vergangenen 15 Jahren. Der Bericht deckt alle OECD-Mitgliedstaaten ab. Außerdem haben die Autoren weitere Staaten einbezogen, unter anderem Brasilien, die Volksrepublik China, die Russische Föderation und Südafrika.

Danach sind in Deutschland die regionalen Einkommensunterschiede weit geringer ausgeprägt als in Spanien, Italien, Großbritannien oder Polen. Auch bei der Lebenser­wartung sind die regionalen Unterschiede innerhalb Deutschlands geringer als in Spanien oder Frankreich. Gleiches gilt für die Mordrate, die Belastung der Bevölkerung durch Luftverschmutzung, die Wahlbeteiligung und den sozialen Zusammenhalt.

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Bei der Gesundheitsversorgung sehen die Autoren der Studie allerdings in Deutschland größere regionale Unterschiede als anderswo. Sie ziehen dazu die Zahl der Hausärzte und der Krankenhausbetten bezogen auf die Bevölkerung heran. „The most important regional differences in the number of hospital beds per 10.000 inhabitants can be found in Japan, Poland and Germany“, schreiben die Autoren (Seite 130 der Studie). Die Zahl der Betten variiere regional zwischen rund 60 und 129 pro 10.000 Einwohner.

Vergleichsweise groß seien die regionalen Unterschiede in Deutschland auch bei den Wohnverhältnissen gemessen in Räumen pro Person und beim Bildungsniveau. Auch der Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung sei in den Bundesländern in den vergangenen Jahren unterschiedlich schnell gewachsen. © hil/aerzteblatt.de

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