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Uniklinikum Greifswald: Verlust erhöht sich auf 14,5 Millionen Euro

Mittwoch, 29. Juni 2016

Greifswald – Das Jahresdefizit der Universitätsmedizin Greifswald ist gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen. Demnach schließt das Klinikum – eine Körperschaft des öffent­lichen Rechts – das Jahr 2015 mit einem Minus von 14,3 Millionen Euro ab. Damit fällt der Verlust im Vergleich zu 2014 um 800.000 Euro höher aus. Damals lag das Minus bei 13,5 Millionen Euro. „Es zeigt sich, dass sich der Konsolidierungsprozess längerfristiger und schwieriger gestaltet als erwartet“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Universitäts­medizin, Max P. Baur, heute nach einer Sitzung des Aufsichtsrates.

Als Ursachen für das weiter anwachsende Minus nannte das Klinikum gesunkene Patienten­zahlen im stationären Bereich von 35.000 auf 34.500, um 3,2 Millionen Euro gestiegene Personalkosten und eine nach Auffassung des Klinikums nicht angemessene Honorierung von Leistungen insbesondere im ambulanten Bereich. Das Klinikum will eigenen Angaben zufolge mit einem strikten Konsolidierungskurs – einer Reduzierung der Kosten und neuen Erlöspotenzialen –  auf die Entwicklung reagieren. Dazu werde aktuell ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Betroffen von den Maßnahmen seien der Krankenhausbereich, die medizinische Infrastruktur, Labore sowie nicht medizinische Dienstleistungen wie die Reinigung und Verwaltung, hieß es.

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Die hervorragenden Leistungen in Forschung und Lehre dürften durch den Konsoli­dierungskurs nicht gefährdet werden, betonte Baur. Dafür seien satzungsgemäß die Landesbeiträge am Klinikum gedacht. Die Klinikleitung wollte am Nachmittag die Mit­arbeiter über das Jahresergebnis informieren. Über das konkrete Sanierungsprogramm soll im August informiert werden. © dpa/aerzteblatt.de

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