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Anästhesisten des Ulmer Universitäts­klinikums schulen Ärzte in Ghana

Montag, 4. Juli 2016

Ulm – Ulmer Fachärzte für Anästhesiologie haben in Kumasi, Ghana, einen sechstägigen Workshop für ultraschallgesteuerte Regionalanästhesie und Gefäßpunktionen abge­hal­ten. Beide Verfahren sind geeignet, effektiv und mit geringem Aufwand Verletzungen zu versorgen, die aufgrund schlechter Straßenverkehrs- und Arbeitsplatzbedingungen in Westafrika häufig sind. 30 Ärzte aus Ghana, Kamerun, Nigeria und dem Libanon nahmen an dem Workshop teil.

„In Westafrika sind die Ressourcen im Gesundheitswesen so knapp, wie man es sich kaum vorstellen kann“, berichteten Ilyas Tugtekin und Wolfgang Stahl, Oberärzte der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikums Ulm und Mitausrichter des Work­shops. Es gebe wenig Ärzte, wenig OP-Säle und wenig Medikamente. Umso wichtiger sei es, gerade in diesen Ländern medizinische Verfahren neu einzuführen, die in Industrie­na­­­tionen seit zehn Jahren Standard seien.

Die Ulmer Anästhesisten unterstützen das Krankenhaus in Kumasi bereits seit 2001 mit Schulungen und Hilfe bei der Einrichtung eines Trauma-Zentrums. Nun planen sie den Aufbau eines Trainings- und Referenzzentrums am Komfo Anokye Teaching Hospital in Kumasi, um langfristig die medizinische Versorgung in Westafrika zu verbessern. Ge­för­dert wurde der Workshop von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, die auch zwei Ultra­schallgeräte für die medizinische Versorgung und die weitere Schulung im geplanten Trainingszentrum finanzierte. © hil/aerzteblatt.de

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