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Deutsche Forschungs­gemeinschaft richtet neue Forschergruppen ein

Donnerstag, 7. Juli 2016

Bonn – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet sieben neue Forscher­gruppen und eine neue klinische Forschergruppe ein. Das hat der Senat der DFG in seiner Sommersitzung in Mainz beschlossen.

Eine Forschergruppe ist ein enges Arbeitsbündnis mehrerer Wissenschaftler, die ge­meinsam eine Forschungsaufgabe bearbeiten. Die Förderung soll dazu die notwendige personelle und materielle Ausstattung bereitstellen. Forschergruppen tragen laut DFG häufig dazu bei, neue Arbeitsrichtungen zu etablieren, ihre maximale Förderdauer be­trägt zweimal drei Jahre. Klinische Forschergruppen sind zusätzlich durch die enge Ver­knüpfung von wissenschaftlicher und klinischer Arbeit charakterisiert. Vier der jetzt ein­gerichteten Verbünde widmen sich medizinischen Fragestellungen.

Die Forschergruppe „Cell Plasticity in Colorectal Carcinogenesis” rückt das Milieu für Immunzellen im Darm ins Blickfeld. Die Wissenschaftler vermuten einen direkten Zu­sam­menhang zwischen Entzündungen und Krebs. Sprecher ist Florian Greten, Georg-Speyer-Haus, Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, Frankfurt.

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Die klinische Forschergruppe „(Prä-)Terminales Herz- und Lungenversagen: Mechani­sche Entlastung und Reparatur“ will die Effekte mechanischer Entlastung bei (prä-)termi­nalem Herz- und Lungenversagen entschlüsseln, um neue Therapiestrategien zu ent­wickeln. „Wie wirken medizintechnische Verfahren bei Herz- und Lungenversagen?“, ist die Frage, um die sich die Arbeit der Wissenschaftler dreht. Sprecher ist Johann Bauer­sachs, Medizinische Hochschule Hannover.

Die Forschergruppe „Reduzierte Penetranz bei erblichen Bewegungsstörungen: Aufklä­rung von Mechanismen endogener Krankheitsprotektion“ stellt vererbte Bewegungs­stö­rungen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. „Wie kommt es, dass gleiche genetische Defekte bei manchen Betroffenen stärkere Bewegungsstörungen auslösen als bei anderen?“, ist die zentrale Frage der Gruppe. Sprecherin ist Christine Klein, Universität zu Lübeck.

Einem medizindidaktischen Thema widmen sich Forscher der Ludwig-Maximilians-Univer­sität (LMU) München. In der Forschergruppe „Förderung von Diagnose­kompetenzen in simulationsbasierten Lernumgebungen an der Hochschule“ arbeiten Forscher der Didak­tik der Medizin, der Didaktiken der Mathematik, Physik und Biologie sowie der pädago­gisch-psychologischen Lehr-Lern-Forschung mit simulationsbasierten Lernumgebungen. Sie untersuchen, wie diese optimal zu gestalten sind, um diagnostisches Handeln einzu­üben. Sprecher ist Frank Fischer von der LMU. © hil/aerzteblatt.de

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