NewsVermischtesBerliner Institut für Gesundheitsforschung richtet sich inhaltlich neu aus
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Berliner Institut für Gesundheitsforschung richtet sich inhaltlich neu aus

Montag, 11. Juli 2016

Berlin – Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) richtet sich wissenschaftlich neu aus. „Wir wollen die Lebensqualität von Menschen mit fortschreitenden, schweren Krankheitsverläufen durch personalisierte und regenerative Medizin erhalten oder wie­der­herstellen und bauen dabei auf Digitalisierung, Patientenbeteiligung, systemmedi­zi­nische Forschung, neuartige regenerative Therapien und Innovation für die Gesund­heits­wirtschaft“, sagte der Vorstandsvorsitzende des BIH, Erwin Böttinger.

Das BIH wurde 2013 von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin gegründet. Im Mittelpunkt der Arbeit des Instituts steht die sogenannte Translation, das heißt die schnelle Übersetzung von For­schungs­erkenntnissen in die Versorgung.

In diesem Zusammenhang hat das BIH mitgeteilt, sieben neue sogenannte Transfer­pro­jekte zu fördern. Drei von ihnen fallen in den Bereich „Pharma“, vier in den Bereich „Me­dizinprodukte“.

Anzeige
  • Eine Arbeitsgruppe um Gary Lewin vom Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin arbeitet an einem Wirkstoff zur Behandlung metabolischer Krankheiten.
  • Eine Arbeitsgruppe um Heiko Funke-Kaiser von der Charité – Universitätsmedizin Berlin entwickelt sogenannte Renin-/Prorenin-Rezeptor-Blocker (RERBs). RERBs sind niedermolekulare Substanzen, die in unterschiedlichen Tiermodellen für Herz-Nieren- sowie für Krebserkrankungen bereits erfolgreich wirken.
  • Einen Weg, um Autoantikörper im Zusammenhang mit dem chronischen Fatigue-Syndrom spezifisch nachzuweisen und dadurch besser zu diagnostizieren und the­rapieren, suchen Wissenschaftler um Carmen Scheibenbogen von der Charité.
  • Ein Team um Paul Jahnke von der Charité will die Patientensicherheit in der Computertomographie und Radiotherapie erhöhen.
  • Wissenschaftler um Harald Prüß von der Charité beschäftigen sich mit der Ent­wicklung eines Verfahrens zur Behandlung einer speziellen Form von Enzephalitis. Das neue Verfahren, bei dem schädigende Autoantikörper aus dem Blut der Er­krankten entfernt werden, könnte die Wirksamkeit der Therapie deutlich erhöhen und dabei Nebenwirkungen vermindern.
  • Schwer kranke Patienten auf der Intensivstation entwickeln häufig begleitend zu ihrer Grunderkrankung eine sogenannte „Intensive care unit acquired weakness“. Die Arbeitsgruppe um Susanne Koch von der Charité entwickelt dafür ein Screening-Gerät.
  • Wissenschaftler um Beate Rau von der Charité arbeiten an einem neuartigen Ge­rät, das bei Karzinomresektionen des Gastrointestinaltrakts eingesetzt werden soll.

„Das Spektrum der ausgewählten Projekte belegt eindrucksvoll das innovative Potenzial und die inhaltliche Breite der von den zum BIH gehörenden Einrichtungen Charité und MDC“, sagte der für Technologietransfer zuständige Vorstand des BIH, Rolf Zettl. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

8. September 2020
Berlin – Auf einen Paradigmenwechsel in der Medizin und damit einhergehende Verbesserungen der Versorgung setzen Forschungseinrichtungen, Kliniken und Industriepartner im Rahmen der europäischen
Zellbasierte Medizin soll Prävention, Früherkennung und Versorgung auf neue Grundlage stellen
28. August 2020
Greifswald – Die Universitätsmedizin Greifswald beginnt ab sofort, Patienten während ihres Aufnahmegesprächs zu fragen, ob ihre pseudonymisierten Gesundheitsdaten für die medizinische Forschung
Universitätsmedizin Greifswald bittet Patienten um pseudonymisierte Gesundheitsdaten
16. Juni 2020
Frankfurt – Ein neuer Webservice der Goethe Universität Frankfurt will den schnellen Ländervergleich zur aktuellen Coronapandemie ermöglichen. Entwickelt hat ihn Fabian Schubert aus der Arbeitsgruppe
Datenbank ermöglicht Ländervergleich zur Coronapandemie
12. Juni 2020
Duisburg/Essen – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet einen neuen überregionalen Sonderforschungsbereich (SFB/Transregio) zum Einfluss der Erwartung auf die Wirksamkeit medizinischer
Sonderforschung zum Einfluss der Erwartung an Behandlungen
12. Juni 2020
Bochum – Ein Forschungsteam der Ruhr-Universität Bochum (RUB) lässt menschliche Lungenorganoide aus Stammzellen wachsen. An ihnen können Wissenschaftler die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2
Forscher züchten künstliche Lungen für die Coronaforschung
11. Juni 2020
Bonn – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue interdisziplinäre Kommission für Pandemieforschung eingerichtet. Ihr gehören 18 Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten an. Sie
Interdisziplinäre Kommission für Pandemieforschung eingerichtet
4. Juni 2020
Berlin – In der Coronapandemie hat Bun­des­for­schungs­minis­terin Anja Karliczek (CDU) die Arbeit von Medizinern und Forschern gewürdigt. „Deutschland ist bisher verhältnismäßig gut durch die
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER