NewsVermischtesDie Ängste der Deutschen 2016: Gesundheit nur noch im Mittelfeld
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Die Ängste der Deutschen 2016: Gesundheit nur noch im Mittelfeld

Dienstag, 12. Juli 2016

Highlights aus 25 Jahren "Die Ängste der Deutschen" /ruv

Berlin – „2016 ist das Jahr der Ängste“, kommentierte Manfred G. Schmidt, Politologe
an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg das Ergebnis der 25. Umfrage der R + V Versicherungen den sprunghaften Anstieg der Sorgen der Deutschen. Während Anfang der 1990er Jahre noch die Angst vor Krankheit und Pflege dominierte, stehen heute Terror mit 73 %, politischer Extremismus mit 68 % und Spannungen durch Zuzug von Ausländern mit 67 % auf den ersten drei Plätzen.

Gleichzeitig stieg die Besorgnis der Deutschen, im Alter pflegebedürftig zu werden im Vergleich zum Vorjahr um 8 % auf 57 % an. 55 % befürchteten schwer zu erkranken, ebenfalls ein Anstieg um 8 % innerhalb eines Jahres. Traditionell sind diese Sorgen bei
Frauen größer als  bei Männern (Pflege 61 %, Krankheit 58 %) – sie tragen bei der Betreuung der Angehörigen meist die größte Last. Bei den Männern äußerte jeweils etwa die Hälfte der Befragten große Angst.

Anzeige

„Nie zuvor im Laufe unserer Umfragen sind die Ängste innerhalb eines Jahres so drastisch in die Höhe geschnellt wie 2016“, sagte Brigtte Römstedt, Leiterin des Infocenters der R + V Versicherungen auf der heutigen Pressekonefrenz in Berlin. Zum 25. Mal wurden rund 2.400 Bürger nach ihren größten politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Sorgen befragt. Der Angstindex – der Durchschnitt der langjährig abgefragten Sorgen – stieg sprunghaft um 10 % und erreichte mit 49 % ein hohes Niveau, das nur 2003 und 2005 mit 51 % getoppt werden kann.

Das Ergebnis resultiert aus dem ungewöhnlich hohen Anstieg einzelner Sorgen: Ganze zwölf der insgesamt 20 abgefragten Ängste überspringen zum Teil deutlich die 50-Prozent-Marke. Im vergangenen Jahr ängstigten nur vier Themen mehr als die Hälfte der Befragten. Schmidt erklärt sich die Ergebnisse mit dem im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohen Sicherheits­bedürfnis der Deutschen. „Die Erwartungen an den Staat und die Wirtschaft sind höher als an sich selbst.“ Persönliche Sorgen, die die Gesundheit betreffen, werden daher von aktuellen Anlässen wie externen Bedrohungen und wirtschaftlich-politischen Themen eingeholt.

Die ängstlichen Menschen lebten der Umfragen 2012 bis 2016 zufolge in Hessen, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Am wenigsten Sorgen machen sich hingegen die Berliner. Hessen ist dabei das einzige Bundesland, in dem es die Angst vor der Drogensucht der eigenen Kinder mit 70 % in die Top 5 geschafft hat und somit ähnlich groß ist, wie die vor Terror. Ebenso viele Hessen befürchten im Alter ein Pflegefall zu werden. Die Angst vor schweren Erkrankungen sticht in Rheinland-Pfalz/Saarland und in Sachsen-Anhalt mit jeweils 62 % besonders hervor. © gie/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER