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Urologen definieren Standards im Umgang mit Patientendaten

Dienstag, 12. Juli 2016

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat einen Leitfaden für den Um­gang mit Patientendaten erarbeitet. Dabei handelt es sich um einen Katalog von stan­dar­disierten Regeln zur datenschutzgerechten Speicherung und Nutzung von Behand­lungsdaten und -dokumenten. Ziel des Uro-Kodex ist es, eine Wissensdatenbank aufzu­bauen und valide Versorgungsforschung zu ermöglichen.

„Der Umgang mit sensiblen Patientendaten erfordert klare Regeln und Sicherheit vor allem mit Blick auf den Datenschutz“, sagte DGU-Generalsekretär Oliver Hakenberg. Bisher gebe es keine zentrale Vorgabe für Dokumentationsinhalte und deren Struktu­rie­rung. Der Uro-Kodex soll dazu beitragen, die medizinische Dokumentation in Struktur, In­halten und Prozessen systemunabhängig zu standardisieren. In der Folge könnten die Daten auch einer breiten Anwenderschaft zugänglich gemacht werden. Für Zertifi­zierung, Krebsregister, Onkologievereinbarung, kontinuierliche Nutzenbewertung und vieles mehr sei ein solcher Standard unabdingbar.

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„In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass ohne standardisierte Regeln viele Ressour­cen verschlingende Datensammlungen in den einzelnen Einrichtungen aufgebaut wer­den, die durch mangelnde Qualität nicht wirklich nutzbar sind“, verwies Bernd Wullich, Vorsitzender der WissensAkademie der DGU.

Voraussetzung für eine einrichtungsüber­greifende elektronische Nutzung sei deshalb eine indikationsspezifische standardisierte Patientendokumentation in den verschiede­nen Versorgungsinstitutionen. „Im weitesten Sinne bildet der Dokumentationskodex somit die systematische Ausgangsbasis für den Aufbau beziehungsweise die Weiterent­wick­lung und den Nutzung einer Wissensdatenbank als Grundlage für den globalen Wissens­zugewinn im Fachgebiet Urologie“, so Wullich. © hil/aerzteblatt.de

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