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Medizin

Urologische Onkologie: Zahl der Publikationen gestiegen

Mittwoch, 13. Juli 2016

/ dpa

Paris – In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Publikationen aus dem Fachgebiet der urologischen Onkologie um 43 % an. Vor allem Studien zum Peniskarzinom verzeichneten einen Zuwachs. Zu diesem Schluss kommt eine Übersichtsarbeit von William Akakpo und Kollegen vom Academic Department of Urology of La Pitié-Salpêtrière in Paris, die im European Journal of Surgical Oncology (doi:10.1016/j.ejso.2016.06.408) publiziert wurde. Der Trend geht somit in eine ähnliche Richtung, wie Studien sämtlicher anderer Fachgebiete und korreliert mit der Epide­miologie der Erkrankung.

Die Autoren sichteten alle Studien, die in den USA im Zeitraum zwischen Januar 2005 und Dezember 2014 zu folgenden Schwerpunktthemen publiziert wurden: Prostata-, Nieren-, Blasen-, Hoden- und Peniskarzinome. Insgesamt erschienen mehr als 30.000 Studien dazu. Im Jahr 2005 waren es mit 2.787 Arbeiten deutlich weniger als 2014 mit 3.997. An erster Stelle steht die Krebsart, die mit der höchsten Inzidenz einhergeht:

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  1. Prostatakarzinom: 1.947 versus 2.589 (Anzahl der Publikationen 2005 versus 2014)
  2. Nierenkarzinom: 348 versus 622
  3. Blasenkarzinom: 311 versus 576
  4. Hodenkarzinom: 163 versus 172
  5. Peniskarzinom: 18 versus 38

Mit 77 % den stärkesten Inzidenzanstieg in den letzten zehn Jahren beobachten die Forscher in den USA beim Nierenkrebs (36.160 neue Fälle 2005 versus 63.920 in 2014). Die Mortalität stieg im gleichen Zeitraum nur um knapp 10 %. Die Autoren vermuten, dass dies auf einen vermehrten Einsatz bildgebender Verfahren zurückzuführen ist. Eine Vielzahl der Publikationen beruht auf Untersuchungen zur roboterassistierten Nierenteilresektion und zu personalisierten Therapien (targeted therapies).

Auch bei der Blasenkrebstherapie sind neue roboterassistierte Verfahren, wie die radi­kale laparoskopische Zystektomie, für die Zunahme der Studien verantwortlich. Beim Prostatakarzinom hingegen geht die Zahl der Publikationen nicht einher mit dem Anstieg der Inzidenz, der nur bei 0,4 % liegt, die Mortailiät geht sogar um 2,9 % zurück. Die Autoren erklären die Zunahme mit der kontroversen Diskussion zum Screening und einer Reihe neuer Biomarker. Die Unterstützung der Pharmaindustrie trage zudem vor allem bei den häufiger vorkommenden Krebsarten ihren Teil dazu bei. © gie/aerzteblatt.de

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