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Hochschulen

Hochschulen fordern Akademisierung der Gesundheits­fachberufe

Mittwoch, 13. Juli 2016

Idstein/Bochum – Der Bundestag soll die Ausbildung von Gesundheitsfachberufen an Hochschulen zeitnah gesetzlich verankern. Das haben verschiedene Hochschulen, Fach­bereichstage und Fachgesellschaften in einem Positionspapier gefordert. Die Unter­zeich­ner befürchten, dass aus terminlichen Gründen die bislang geltenden Modellstu­dien­gänge nicht in reguläre Studiengänge umgewandelt werden. „Damit wäre auf Jahre eine Chance vertan, die Studiengänge weiterzuentwickeln und die Akademisierung weiter voranzutreiben“, warnte Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit (hsg).

Hintergrund der Initiative sind die 2009 eingeführten Modellklauseln, die Hochschulen ermöglichen, therapeutische Gesundheitsfachberufe wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie zu unterrichten. Zuvor war die Ausbildung dieser Berufe ausschließlich Berufsfachschulen vorbehalten. Von der hochschulischen Ausbildung der Gesundheits­berufe verspricht sich der Gesetzgeber eine höhere, wissenschaftlich fundierte Qualifika­tion der Therapeuten und Hebammen und somit eine Verbesserung der gesundheit­lichen Versorgung.

Die Modellklauseln sind bis Ende 2017 befristet. Bis spätestens Mitte 2017 muss der Ge­setzgeber darüber entscheiden, ob und wie die Modellstudiengänge in reguläre Studien­gänge übergehen sollen. Da sich bislang der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bun­destages mit diesem Thema noch nicht befasst hat, befürchten die Hochschulen, dass in dieser Legislaturperiode nicht mehr über die Umwandlung der Modellstudien­gänge in reguläre Studiengänge entschieden wird. © hil/aerzteblatt.de

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