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Großteil der Bevölkerung sieht Gesundheitssystem in Gefahr

Mittwoch, 13. Juli 2016

/dpa

Berlin – Nur 24 Prozent der Deutschen glauben, dass die Gesundheitsversorgung in Zu­kunft für jeden bezahlbar bleibt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen TNS-Infra­test-Um­frage im Auftrag der Deutschen Bank und der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. Gründe für den Pessimismus sind demnach vor allem die alternde Gesellschaft, die Zunahme chronischer und psychischer Erkrankungen sowie regionale Über- oder Unterversorgung und steigende Behandlungskosten.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Je jünger die Befragten, desto optimistischer fällt die Einschätzung aus. So vermutet immerhin jeder dritte 14- bis 29-Jährige (32 Prozent), dass die Gesundheitsversorgung bezahlbar bleibt. Weniger zuversichtlich äußert sich knapp jeder fünfte 50- bis 59-Jährige (18 Prozent).

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Wer im Grünen lebt, ist ebenfalls eher skeptisch: Hier vertraut laut Umfrage ebenfalls nur jeder Fünfte darauf, dass die Gesundheitsversorgung von morgen für jeden erschwing­lich ist. In den Städten, wo die Arztdichte in der Regel höher ist, sind es dagegen 28 Pro­zent.

Umfrage zur Telemedizin
Erst vor wenigen Tagen hatten Deutsche Bank und die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ eine Befragung zur Telemedizin initiiert. Demnach nutzen bisher nur zwei Prozent der Befragten ab 14 Jahre die Möglichkeit, eine zweite Meinung beim Online-Arzt einzu­holen, 25 Prozent können es sich jedoch vorstellen. Und erst ein Prozent hat bisher per­sönliche Gesundheitsdaten wie den Blutdruck automatisch messen lassen und digital an den Arzt übermittelt – 46 Prozent wären jedoch dazu bereit.

Laut Umfrage sind die Menschen in Deutschland auch bei anderen digitalen Gesund­heitsangeboten eher zurückhaltend. 15 Prozent der Befragten bestellen Medikamente überwiegend online – 25 Prozent würden das in Zukunft tun. Arzttermine vereinbaren bisher nur 7 Prozent im Netz, aber 47 Prozent können es sich vorstellen. © hil/aerzteblatt.de

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