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Politik

Drogenbeauftragte: Alkohol und Tabak Hauptproblem unter Jugendlichen

Mittwoch, 27. Juli 2016

/dpa

Würzburg – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hält Alkohol und Tabak unter Jugendlichen für problematischer als illegale Drogen. „Alltagsdrogen sind das eigentlich größere Problem“, sagte Marlene Mortler gestern in Würzburg. Doch auch eine Legali­sie­­­rung von Cannabis, wie sie vereinzelt gefordert werde, sei „der absolut falsche Weg“. „Wir haben schon genügend Probleme mit Alkohol und Tabak – da müssen wir uns nicht durch eine leichtfertige Legalisierung ein weiteres ins Haus holen.“

Dabei ist die Entwicklung mit Blick auf den Konsum von Alkohol und Tabak eigentlich eine positive: Der Anteil der rauchenden Jugendlichen befindet sich Mortler zufolge auf einem „historischen Tiefstand“. 2015 hätten noch 7,8 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren geraucht. Im Jahr 2001 seien es noch 27,5 Prozent gewesen. Ein Rück­gang also um mehr als zwei Drittel.

„Wir wollen noch besser werden“, sagte Mortler. Die Entwicklung sei eine Momentauf­nahme. In der Präventionsarbeit müsse man zudem neue Produkte bekämpfen, weil die Industrie nach neuen Wegen suche. Als Beispiele dafür nannte sie E-Zigaretten und E-Shishas, die unter jungen Leuten beliebter werden. Auch ohne Nikotinfüllung seien diese Produkte keineswegs harmlos.

Der Anteil der Jugendlichen, die mindestens einmal pro Woche Alkohol trinken, sinkt Mortler zufolge ebenso. 2015 habe er bei zehn Prozent gelegen. Problematisch sei nach wie vor aber das „Rauschtrinken“.

Die Drogenbeauftragte sprach anlässlich der JugendFilmTage in Würzburg. Mit der Ver­anstaltung will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Jugendliche zu einer kritischen Haltung gegenüber Alkohol und Tabak bringen. Auf einer Tour besucht die Veranstaltung 14 Orte in Deutschland und findet stets in Kinos statt. © dpa/aerzteblatt.de

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praxis@blumenstein.de
am Sonntag, 23. Oktober 2016, 22:16

Cannabis und C2H5OH

Bislang gehen wir davon zumeist davon aus, daß Alkohol letztlich ab der Jugend nahezu gleich wirkt. Bei Cannabis ist ein deutlicher Unterschied zwischen Menschen unter 25 und Erwachsenen bekannt, der einer Freigabe entgegensteht. Ist das so korrekt oder nur mangelhaft erforscht?
Dr.Bayerl
am Mittwoch, 27. Juli 2016, 23:21

was schon auffällt, im OECD-Vergleich bei Jugendschutz

dass wir hier praktisch die rote Laterne bilden (vorletzter Platz),
ein klein bischen Engagement für Kinder in unserem Gutmenschenland darf man doch erwarten.
Oder ist das schon die selbstmörderische Kinderfeindlichkeit nach uns die Sintflut?
Practicus
am Mittwoch, 27. Juli 2016, 22:51

Sommerloch-Füllsel

Was soll das - den ganzen Tag werden Jugendliche Alkoholwerbung und -konsum ausgesetzt. Nachmittags zeigen die Shopping-Queens, wie man sih mit Prosecco in Stimmung bringt, in den Daly-Soaps besthet der Teamgeist aus Weingeist, selbst Sportschau und Nachrichten sind umrahmt von Bierwerbung...
Die Eltern der Jugendlichen halten ihre 3, 4 Bier abends für völlig normal...
Da muss angesetzt werden, Frau Mortler!

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