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Politik

Modellprojekt in Baden-Württemberg unterstützt junge Menschen bei der Pflegeausbildung

Freitag, 29. Juli 2016

Stuttgart – Ein Modellprojekt „Assistierte Ausbildung für Berufe der Pflegehilfe und All­tags­betreuung“ hat das Baden-Württembergische Sozial- und Integrationsministerium vorgestellt. „Damit unterstützen wir Interessierte, eine Berufsausbildung in der Pflege aufzunehmen und erfolgreich abzuschließen“, sagte der Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (Bündnis90/Grüne).

Für das Programm stehen 1,6 Millionen Euro bereit. Es richtet sich vorrangig an Unter-25-Jährige, die eine normale Ausbildung voraussichtlich nicht erfolgreich absolvieren könnten, weil sie einen erhöhten Förderbedarf haben. Auch Personen ohne Schul­ab­schluss können von dem Projekt profitieren. Wegen ihrer besonderen Benachteiligung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sollen Alleinerziehende bevorzugt in das Mo­dell­projekt aufgenommen werden.

„In der Pflege besteht vielerorts ein Fachkräftemangel. Auf der anderen Seite gibt es junge Menschen, die gerne einen Pflegeberuf ergreifen wollen, aber Unterstützung bei der entsprechenden Ausbildung brauchen“, erläuterte Lucha. Viele Einrichtungen, die auf der Suche nach Auszubildenden sind, zögerten aber, Bewerber mit erkennbar erhöh­tem Förderbedarf einzustellen. „Als Lösung hierfür bietet sich die Ausbildungsassistenz an, die sich im Bereich der dualen Ausbildung bereits seit vielen Jahren gut bewährt hat“, so Lucha.

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Das Programm umfasst eine Vorbereitungsphase, in der die Teilnehmenden sich einen Überblick über Pflege- und Betreuungsberufe verschaffen, ein Bewerbungstraining er­hal­ten sowie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in einer Einrichtung unterstützt werden. Die Teilnehmer können zudem sozialpädagogische und psychologische Hilfen in Anspruch nehmen. Während der dann folgenden Ausbildung stehen den Teilnehmern wei­terhin sozialpädagogische Ansprechpartner zur Seite. Außerdem können sie Förder­unterricht bekommen.

Nach der abgeschlossenen Ausbildung in einem Beruf der Pflegehilfe oder der Alltags­be­treuung können die Teilnehmer mit der Ausbildung zur Pflegefachkraft beginnen. Das Programm soll damit auch den Weg in eine weiterführende Ausbildung eröffnen. Die Förderung erfolgt im Augenblick im Rahmen eines Modellprojektes an sieben Standorten in Baden-Württemberg. © hil/aerzteblatt.de

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