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Neues Verfahren zur Leberfunktions­messung in Leipzig

Dienstag, 2. August 2016

Leipzig – Eines neues Verfahren, um die Funktion der Leber zu erfassen, setzt das Uni­versitätsklinikum Leipzig ein – den sogenannten LiMAx-Test. Das in Berlin unter anderem an der Charité Universitätsmedizin entwickelte Verfahren wartet derzeit auf seine offizielle Zulassung. Es hat sich in klinischen Studien bewährt und wurde bislang rund 14.000 Mal in der klinischen Praxis eingesetzt.

Für den LiMAx-Test erhält der Patient eine Infusion mit 13C-Methacetin, das nur die Le­ber verarbeitet. Das dabei entstehende Kohlenstoffisotop gelangt in die Atemluft und über eine Atemmaske zu einem Messgerät. Je stärker die Konzentration des Kohlen­stoff­isotops, desto größer ist die Anzahl gesunder Leberzellen – und damit die funktionelle Reserve des Organs.

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Besonderen Nutzen zeige der LiMAx-Test im Vorfeld umfangreicher Leberoperationen. „Mit dem Leberfunktionstest können wir sehr gut abschätzen, über wie viel Funktionsre­serve und damit Kraft zur Regeneration die Leber noch verfügt“, erklärte Daniel Seehofer, Leiter des Bereichs hepatobiliäre Chirurgie und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Leipzig.

„Oftmals stellen wir so fest, dass die Leber noch bessere Reserven hat als ange­nommen“, so Seehofer. Das mache einen rettenden Eingriff in manchen Fällen über­haupt erst möglich. Der Test könne aber auch Hinweise dazu liefern, dass vorbereitend vor einer Operation zusätzliche Maßnahmen nötig sind, zum Beispiel, um die Leber zum Wachsen anzuregen. „Durch die Funktionsmessung vorab können wir das Risiko für einen Eingriff stark verringern“, so Seehofer. © hil/aerzteblatt.de

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