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Ausland

Athleten glauben nicht an dopingfreie Olympische Spiele in Rio

Dienstag, 2. August 2016

/dpa

Rio de Janeiro – Doping, Doping, Doping. Vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ist es das große Thema. Viele deutsche Athleten machen sich keine Illusionen, dass die  Spiele sauberer sein werden als die zuvor. „Ich glaube nicht, dass die Spiele dopingfrei bleiben“, sagte die Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel. Überall, wo es um Geld gehe, werde belogen und betrogen. Das sei nicht nur im Sport so.

Russland habe bewiesen, dass es kein richtiges Anti-Doping-Management macht. „Die haben verwirkt, dass man an ihre Leistungen glauben kann“, sagte die Fahnenträger-Kandidatin. „Mir bringt es nichts, darüber nachzudenken, ob eine gedopt ist, ich muss sowieso gegen sie fahren, solange es keinen positiven Test gibt.“ Sie werde inzwischen „im Wochenrhythmus“ kontrolliert. Trotz des nachgewiesenen Staatsdopings in Russland werden rund 250 Sportler aus dem Land zu den olympischen Wettkämpfen zugelassen.

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Skeptisch ist auch Turn-Star Fabian Hambüchen, dass alles mit rechten Dingen in Rio zugehen wird. „Die Forschung hat sich weiterentwickelt, man kann mehr nachweisen als vorher“, sagte er. „Aber mit Sicherheit gibt es wieder Übeltäter, die damit trotzdem durchkommen oder erst in ein paar Jahren entdeckt werden.“

Bei den Rio-Spielen werden 5.000 Doping-Tests gemacht, die zehn Jahre für Nach­kon­trollen eingefroren werden. Das Ergebnis von Nachtests der Spiele in Peking 2008 und London 2012: 98 positive Befunde.

Im Gewichtheben werden in Rio die Russen fehlen, sollte der von ihnen angerufene Inter­natio­nale Sportgerichtshof CAS Totalausschluss durch den Weltverband bestätigen – wie schon den im Frühjahr von Bulgarien. Auch Kasachstan und Weißrussland sind suspen­diert worden.

Skandale wie die Enthüllung des Staatsdopings in Russland haben die Vorfreude vieler Deutscher auf Olympia getrübt. Laut einer Umfrage ist 41 Prozent der Befragten schon im Vorfeld die Freude auf die Rio-Spiele vergangen. Allerdings wollen sich 44 Prozent der 2.011 Befragten die Begeisterung für Olympia nicht nehmen lassen.

Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro werden am 5. August eröffnet. Athleten aus 205 Nationen kämpfen in 28 Sportarten um Medaillen. Die Spiele enden am 21. August. © dpa/aerzteblatt.de

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