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Politik

Ministerium: Gesundheits-Apps haben hohe Risiken

Donnerstag, 4. August 2016

dpa

Wiesbaden – Gesundheits-Apps und Fitnessarmbänder bergen der hessischen Landes­re­gierung zufolge ein erhebliches Missbrauchspotenzial im Hinblick auf die erhobenen Daten. Bei der digitalen Selbstvermessung „fließen Daten in Strömen“, wie das Verbrau­cher­schutzministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion mahnt. Ge­sund­heitsdaten hätten für viele Branchen einen hohen kommerziellen Wert. Deshalb verstärke sich der Trend, sie zu sammeln und zu verarbeiten.

Doch das geschehe nicht ohne Probleme für den Datenschutz: Zum Beispiel sei der Da­tentransfer von Fitnessarmbändern zu Smartphones meist nicht verschlüsselt. Auch wer­den die hochsensiblen Daten dem Ministerium zufolge in einer Cloud gespeichert, „womit der Nutzer eine weitere, von ihm nicht gewollte Verwendung nicht kontrollieren kann“.

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Gesundheits-Apps: Viele Chancen, wenig Evidenz

Mit einer umfangreichen Studie hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium den Markt und die Möglichkeiten von Gesundheits-Apps untersuchen lassen. Fazit: Trotz der riesigen Chancen fehlt es an Evidenz, verbindlichen Strukturen, Kriterien und Zulassungsverfahren.

Viele Nutzer erkennen laut Ministerium oft nicht, in welchem Maße sie die Hoheit über ihre Daten verlieren, wenn sie Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen un­ter­schreiben.

Mit Gesundheit-Apps können Nutzer ihren Alltag protokollieren. Fitness­arm­­bänder spei­chern und analysieren beispielsweise die sportliche Leistung. Das soll die Motivation stei­gern und das Training optimieren. © dpa/aerzteblatt.de

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