NewsPolitikMinisterium: Gesundheits-Apps haben hohe Risiken
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Ministerium: Gesundheits-Apps haben hohe Risiken

Donnerstag, 4. August 2016

dpa

Wiesbaden – Gesundheits-Apps und Fitnessarmbänder bergen der hessischen Landes­re­gierung zufolge ein erhebliches Missbrauchspotenzial im Hinblick auf die erhobenen Daten. Bei der digitalen Selbstvermessung „fließen Daten in Strömen“, wie das Verbrau­cher­schutzministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion mahnt. Ge­sund­heitsdaten hätten für viele Branchen einen hohen kommerziellen Wert. Deshalb verstärke sich der Trend, sie zu sammeln und zu verarbeiten.

Doch das geschehe nicht ohne Probleme für den Datenschutz: Zum Beispiel sei der Da­tentransfer von Fitnessarmbändern zu Smartphones meist nicht verschlüsselt. Auch wer­den die hochsensiblen Daten dem Ministerium zufolge in einer Cloud gespeichert, „womit der Nutzer eine weitere, von ihm nicht gewollte Verwendung nicht kontrollieren kann“.

Anzeige

Gesundheits-Apps: Viele Chancen, wenig Evidenz

Mit einer umfangreichen Studie hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium den Markt und die Möglichkeiten von Gesundheits-Apps untersuchen lassen. Fazit: Trotz der riesigen Chancen fehlt es an Evidenz, verbindlichen Strukturen, Kriterien und Zulassungsverfahren.

Viele Nutzer erkennen laut Ministerium oft nicht, in welchem Maße sie die Hoheit über ihre Daten verlieren, wenn sie Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen un­ter­schreiben.

Mit Gesundheit-Apps können Nutzer ihren Alltag protokollieren. Fitness­arm­­bänder spei­chern und analysieren beispielsweise die sportliche Leistung. Das soll die Motivation stei­gern und das Training optimieren. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. September 2020
Berlin – Ein großartiger Erfolg, ein gutes Werkzeug oder ein Rockstar des Public Privat Partnership: Die Bewertung der deutschen Corona-Warn-App fällt für die Bundesregierung und die beiden
Corona-App setzte bislang 5.000 Warnmeldungen ab
23. September 2020
Stuttgart – Die Hälfte der Hausärzte sieht in dem nationalen Gesundheitsportal der Bundesregierung große Unterstützungspotenziale für ihre Arbeit. Das geht aus einer Umfrage unter 745 Hausärzten aus
Hausärzte erwarten Unterstützung durch nationales Gesundheitsportal
23. September 2020
Berlin – Laut einer gemeinsamen Studie der Barmer und der Universität St. Gallen kann sich die Digitalisierung der Arbeitswelt unter bestimmten Voraussetzungen positiv auf die Gesundheit und
Arbeit 4.0: Digitale Kompetenzen steigern Wohlbefinden und Produktivität
23. September 2020
Düsseldorf – Nach einer Hackerattacke hat sich die Uniklinik Düsseldorf heute wieder für die Notfallversorgung angemeldet. Damit könne der Rettungsdienst die Zentrale Notaufnahme wieder anfahren,
Nach Hackerangriff: Notaufnahme der Uniklinik wieder in Betrieb
22. September 2020
Düsseldorf – Russische Hacker könnten möglicherweise für den Angriff auf das Düsseldorfer Uniklinikum verantwortlich sein. Das geht aus einem Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministeriums
Hackerangriff auf Düsseldorfer Uniklinik könnte aus Russland gekommen sein
21. September 2020
Düsseldorf – Die NRW-Landesregierung ist im Vorfeld des folgenreichen Hackerangriffs an der Düsseldorfer Uniklinik wiederholt auf das Thema IT-Sicherheit der Krankenhäuser hingewiesen worden. Das
Landesregierung auf IT-Sicherheit von Krankenhäusern mehrfach hingewiesen
21. September 2020
Berlin – Gesundheitsapps sind bei älteren Menschen in der Coronapandemie beliebter geworden. Das berichtet der Digitalverband Bitkom mit Verweis auf eine repräsentative Umfrage, bei der jeweils im
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER