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Neues System ermöglicht das Mikroskopieren zellularer Prozesse

Freitag, 5. August 2016

Tübingen – Dem Institut für medizinische Virologie und Epidemiologie der Virus­krank­hei­ten am Universitätsklinikum Tübingen steht jetzt ein Mikroskop-System mit soge­nannter Superresolution des Typs DeltaVision OMX SR der Firma GE zur Verfügung. Es ist in der Lage, Strukturen im zweistelligen Nanometerbereich abzubilden, und dabei so schnell, dass auch Bewegungen des mikroskopierten Objekts sichtbar werden.

Die Tübinger Wissenschaftler wollen damit das Eindringen hochpathogener Viren in men­schliche Zellen beobachten und legen besonderes Augenmerk auf zelluläre Trans­por­twege und molekulare Interaktionen. „Wir haben schon erste Hinweise darauf, dass der Transport bestimmter Viren anders ist als bisher angenommen. Dies könnte eine wichtige zellbiologische Entdeckung dar­stellen, für deren weitere Analyse das neue Mikroskop-System speziell geeignet ist“, erklärte Michael Schindler, Leiter der For­schungs­abteilung molekulare Virologie.

Die Arbeitsgruppe um Schindler wird außerdem auf molekularer Ebene die Wirkungs­weise neuer Medikamente untersuchen, die den Zusammenbau von Viren hemmen sollen.

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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Universitätsklinikum Tübingen haben das 500.000 Euro teure Gerät je zur Hälfte finanziert. Es ist das erste Mikroskop-System dieser Leistungsstärke in Europa.

© hil/aerzteblatt.de

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