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Mit Twitter-Meldungen Grippewelle vorhersagen

Montag, 8. August 2016

Osnabrück – Forscher des Instituts für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück nutzen Daten des Mitteilungsdienstes Twitter, um Grippewellen vorherzusagen und ihren Verlauf zu bestimmen. Sie arbeiten dabei mit dem Unternehmen IBM zusammen und er­halten für ihr Forschungsvorhaben Zugriff auf ein IBM Computersystem. Dieses System – „Watson“ genannt – soll dabei helfen, die riesigen Twitter-Datenmengen auszuwerten.

Zur Analyse nutzen die Wissenschaftler die etwa 500 Millionen sogenannten Tweets, die täglich weltweit abgesetzt werden und zugänglich sind. „Watson ist ein kognitives System, und deshalb stellt es eine neue Generation von Suchmaschinen dar. Es versteht den Inhalt von Nachrichten und geht damit weit über das Suchen von Schlüsselwörtern hi­naus“, erläuterte Gordon Pipa aus dem Osnabrücker Institut.

Es mache zum Beispiel einen Unterschied, ob jemand twittere, dass er sich gegen Grippe impfen lasse, oder ob er schreibe, dass er bereits an Symptomen leide. Um diesen Un­ter­schied zu erkennen, muss Watson den Satz verstehen. „Das gibt uns die Möglichkeit, die Entwicklung von Grippewellen vorherzusagen“, erläuterte der Wissen­schaftler.

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© hil/aerzteblatt.de

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