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Ausland

US-Behörde gibt Reisewarnung für Touristengebiet in Florida aus

Montag, 22. August 2016

Miami – Für die Touristenhochburg Miami Beach im südlichen US-Bundesstaat Florida ist eine Reisewarnung ausgegeben worden, nachdem dort fünf neue Zika-Fälle registriert wurden. Da das Virus von Mücken vor Ort übertragen wurde, gab das US-Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Seuchen (CDC) am Freitag eine Reisewarnung für schwangere Frauen heraus. Betroffen sind davon Teile von Miami Beach sowie ein Viertel nördlich der Innenstadt von Miami.

Das Zikavirus wird von Mücken und über Geschlechtsverkehr übertragen. Die Infektion verläuft bei Erwachsenen zumeist harmlos. Bei Schwangeren kann es aber dazu führen, dass Babys mit Mikrozephalie geboren werden. Die Kinder haben dabei einen ungewöhnlich kleinen Kopf, was zu schweren Entwicklungsschäden führen kann. Der CDC-Chef Tom Frieden sagte, schwangere Frauen und ihre Partner sollten erwägen, die gesamte Region um Miami zu meiden.

In der Region leben zwei Millionen Einwohner, darunter etwa 20.000 schwangere Frauen. Bei den fünf neuen Zika-Fällen handelt es sich laut dem Gouverneur von Florida, Rick Scott, um zwei Einwohner und drei Touristen aus New York, Texas und Taiwan. Damit gibt es nunmehr 36 Fälle, bei denen das Zikavirus vor Ort übertragen wurde. Der Großteil der 524 Zika-Patienten in Florida wurde dagegen bei Reisen in Zika-Gebieten in Lateinamerika infiziert. © afp/aerzteblatt.de

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