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Uniklinik Freiburg: Wieder Darmkeim bei Frühgeborenen, noch keine Infektion

Freitag, 26. August 2016

Freiburg – Gut zehn Monate nach dem Ausbruch eines gefährlichen Darmkeims in ihrer Neugeborenen-Intensivstation hat die Uniklinik Freiburg wieder Keime bei Frühchen ent­deckt. Bei Routineuntersuchungen Mitte der Woche sei bei vier Frühgeborenen eine Be­siedlung mit Bakterien vom Typ Serratia marcescens festgestellt worden, teilte die Klinik heute mit.

Die Kinder, die diese Bakterien nach Klinikangaben auf der Haut und in einem Fall im Darm hatten, zeigten keine Anzeichen einer Infektion und seien nicht erkrankt. Sie seien von den nicht-betroffenen Kindern räumlich getrennt worden. „Die sichere Versorgung von Frühgeborenen ist damit gewährleistet“, sagte Hajo Grundmann, Leiter der Infektionsprävention und Krankenhaushygiene.

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Untersuchungen zeigten nach Angaben der Klinik, dass es sich jetzt um einen anderen Bakterienstamm als bei der Ausbreitung im November vergangenen Jahres handelt. Serratia marcescens war Mitte Oktober aufgetreten, betroffen waren elf Kleinkinder.

In der Zwischenzeit wurde eine zweite Neugeborenen-Intensivstation für Neuaufnahmen eröffnet, um zu gewährleisten, dass Frühgeborene direkt nach der Entbindung auf der neuen Intensivstation mit eigenem Personal betreut werden können. „Das bedeutet, dass das Universitätsklinikum Freiburg nach wie vor frühgeborene Kinder behandeln kann. Es besteht kein Aufnahmestopp“, betonte Grundmann.

Die Entbindungsstation sei von den Maßnahmen nicht betroffen. Die Bereiche seien räumlich und personell komplett voneinander getrennt. Frauen könnten nach wie vor ihr Kind ohne Risiko in der Universitäts-Frauenklinik zur Welt bringen.

Serratien oder Serratia gehören zu den Darmbakterien. Gefährlich sind sie vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Immer wieder treten in Krankenhäusern teils auch resistente Keime auf. © dpa/aerzteblatt.de

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