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Medizin

Warum Eisen bei Herzinsuffizienz helfen kann

Dienstag, 30. August 2016

Hannover – Die Effekte einer Behandlung von Eisenmangel bei Patienten mit Herzin­suffi­zienz und die ihnen zugrunde liegenden Mechanismen haben Wissenschaftler um Tibor Kempf und Kai Wollert von der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medi­zinischen Hochschule Hannover (MHH) beschrieben. Ihre Arbeiten sind im European Heart Journal erschienen (2016; doi: 10.1093/eurheartj/ehw333).

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass bereits ein leichter Eisenmangel bei Herzin­suffizienz nachteilig ist, selbst wenn die Patienten noch keine Anämie entwickelt haben. „Eisen ist nicht nur für den Sauerstofftransport wichtig, sondern wird auch in den Kraftwerken der Zelle, den Mitochondrien, benötigt. Bei Eisenmangel können die Mitochondrien weniger Energie produzieren. Gerade der Herzmuskel ist aber für seine Pumpfunktion auf eine hohe Energiezufuhr angewiesen“, erläuterte Kempf.

Um herauszufinden, wie der Eisenhaushalt in Herzmuskelzellen reguliert wird, haben die Forscher sogenannte Irp-Proteine in Herzmuskelzellen von Mäusen ausgeschaltet. „Irp-Pro­­teine regulieren den Eisengehalt der Zelle. Werden Irp-Proteine inaktiviert, kann weniger Eisen in die Zelle aufgenommen werden. Für lebenswichtige Stoffwechsel­vor­gän­ge steht nicht mehr genügend Eisen zur Verfügung, die Mitochondrien können dann schlechter arbeiten“, so Wollert.

Mäuse, bei denen die Irp-Proteine ausgeschaltet wurden, entwickelten einen Eisen­man­gel im Herzen, nicht jedoch im Blut und in anderen Organen. Unter Ruhebedingungen wa­ren die Tiere unauffällig, doch bei körperlicher Belastung konnten ihre Herzen die Pump­funktion nicht steigern. Nach Herzinfarkt entwickelten die Tiere eine ausgeprägte Herzinsuffizienz. Ursache war eine zu geringe Energieproduktion in den Mitochondrien.

Als die MHH-Forscher den Mäusen Eisen verabreichten, konnten diese ihre Eisen­spei­cher im Herzen auffüllen, die Herzmuskelzellen produzierten wieder ausreichend Energie, und die Herzfunktion normalisierte sich. Mehrere klinische Studien überprüfen laut der Arbeitsgruppe derzeit, ob die Eisengabe nicht nur Symptome verbessern, sondern auch das Leben von Patienten mit Herzinsuffizienz verlängern kann. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #671446
nabilabdulkadirdeeb.germany&
am Mittwoch, 31. August 2016, 02:00

Korreliert der Eisenmangel mit dem Schweregrad der chronischen Herzinsuffizienz ?



Nabil Abdul Kadir DEEB
Arzt – Physician – Doctor

Eisenmangel ist weltweit verbreitet. Da die Symptome so vielfältig wie unspezifisch sind, wird Eisenmangel oft nicht erkannt.

Ein Eisenmangel ist bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz häufig und ein sehr wichtiger Faktor für den klinischen Zustand und die Prognose. Der Eisenmangel solle daher unbedingt therapeutisch behoben werden.

Die Herzinsuffizienz ist eine chronische, schubweise verlaufende Erkrankung mit ungünstiger Prognose. Die chronische Herzinsuffizienz ist eine chronische inflammatorische Erkrankung mit gesteigerter Zytokinfreisetzung. Dies beeinträchtigt über erhöhte Hepcidinspiegel die Eisenfreisetzung aus den Speichern und die intestinale Resorption von Eisen. Die chronische Entzündung bewirkt auch eine Erythropoietinresistenz, die zu einer Anämie führen kann. Ein Eisenmangel hat auch umfassende Auswirkungen auf die Muskelfunktion . Er verstärkt die Leistungsintoleranz durch mitochondriale Dysfunktion, periphere Myopathie und Anämie. Die Myopathie ist bei der chronischen Herzinsuffizienz wichtig. Ein Grossteil der Leistungsintoleranz wird durch die Myopathie verursacht. Ein Eisenmangel kann das noch verstärken. Eisenmangel ist auch ohne Anämie prognostisch ungünstig Angaben zur Häufigkeit des Eisenmangels hängen von den gewählten Definitionen ab. Prädiktoren für einen Eisenmangel sind weibliches Geschlecht, hohe NYHAKlasse, hohes BNP (brain natriuretic peptide) und hohes CRP (C-reaktives Protein).

Ein Eisenmangel hat auch umfassende Auswirkungen auf die Muskelfunktion . Er verstärkt die Leistungsintoleranz durch mitochondriale Dysfunktion, periphere Myopathie und Anämie. Die Myopathie ist bei der chronischen Herzinsuffizienz wichtig. Ein Grossteil der Leistungsintoleranz wird durch die Myopathie verursacht.

Der Eisenmangel korrelierte mit dem Schweregrad der chronischen Herzinsuffizienz und erwies sich als starker, unabhängiger Prädiktor der Mortalität, auch bei Patienten ohne Anämie.


http://www.springermedizin.at/artikel/17457-diabetes-und-herzinsuffizienz


„Das kardiorenale Syndrom. Frauen und Herzinsuffizienz & Diabetische Nephropathie !


The cardiorenal syndrome. Women and heart failure & diabetic nephropathy !


Le syndrome cardio-rénal. Les femmes et l'insuffisance cardiaque &
la néphropathie diabétique !


Nabil DEEB
Arzt – Physician – Doctor
PMI-Registered Doctors'Association
53140 Bonn / GERMANY


Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Ihr
Nabil Abdul Kadir DEEB
Arzt – Physician – Doctor
PMI-Ärzteverein e.V.
Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
Department of Medical Research
Département de la recherche médicale
53173 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

Literatur beim Verfasser

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Doctor Nabil Abdul Kadir DEEB & Fatima Zahra Boukantar - DEEB
Journalisten - Abteilung beim Foerderverein Palaestinensischer Aerzte und Akademiker e.V. in 53173 BONN - GERMANY .

e.mail: doctor.nabil.deeb.pmi.germany@googlemail.com
or
e.mail: doctor.nabilabdulkadirdeeb@googlemail.com
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