Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

In der Schwangerschaft gelten null Promille

Donnerstag, 8. September 2016

/dpa

Berlin – Werdende Mütter sollten in Schwangerschaft und Stillzeit keinen Alkohol trinken. Darauf haben erneut der Berufsverband der Frauenärzte (BVF), die Drogenbeauftragte der Bun­des­re­gierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hingewiesen. Am 9. September ist der „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“.

Nach wie vor werden in Deutschland Babys mit fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) geboren, weil die werdenden Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Alkohol als Zellgift behindert die geistige und körperliche Entwicklung des Em­bryos im Mutterleib. Die Folge können irreversible Schädigungen bei den Kindern sein. Betroffene Kinder sind häufig ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen.

„Schwangeren und ihren Partnern gut verständliche, praxisnahe Informationen und Tipps an die Hand geben zu können, ist uns ein wichtiges Anliegen“, erklärte BVF-Präsident Christian Albring. Das Thema Alkoholkonsum sei von großer Bedeutung, da es häufig ta­buisiert sei. „Es erfordert große Sensibilität vonseiten der Gynäkologinnen und Gynä­ko­logen, das Thema Alkohol anzusprechen und bei Problemen Unterstützung anzu­bie­ten“, erklärte er.

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, wies darauf hin, dass FASD weiter verbreitet sei als viele denken. „Durchschnittlich ist in jeder Schulklasse statistisch gesehen ein Kind betroffen“, so Mortler. Es sei ihr ein großes Anliegen, werdende Eltern über die Risiken des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft aufzuklären.

Zusammen mit dem BVF, der Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) und dem Deutschen Hebammenverband (DHV) hat die BZgA den Leitfaden „Bewusst verzichten. Alkoholfrei in der Schwangerschaft – Praxismodule für die Beratung Schwangerer“ entwickelt.

Das modular aufgebaute Manual bietet gynäkolo­gi­schen Fachkräften und Hebammen neben umfangreichen medizinischen Informationen zu alkoholbedingten fetalen Störungen vor allem auch praktische Hilfe für die Beratung von Schwangeren. Beispiele aus der Praxis und Anregungen für die Gesprächsführung sollen es Frauenärzten sowie Hebammen erleichtern, das Thema Alkoholkonsum sensi­bel anzusprechen und damit die Beratung zur alkoholfreien Schwangerschaft in das ei­gene berufliche Handeln zu integrieren. © EB/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

25.05.17
Hannover – In Entwicklungsländern werden einer Studie zufolge täglich im Schnitt rund 2.100 Mädchen bis 14 Jahren Mutter. Im vergangenen Jahr waren das etwa 777.000 Teenager, über die Hälfte (58......
24.05.17
An Himmelfahrt steigt die Zahl der Alkoholvergiftungen
Hamburg – Zu Himmelfahrt – dem Vatertag – landen fast fünfmal so viele junge Männer zwischen 16 und 20 Jahren nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik wie im Jahresdurchschnitt. Darauf hat die......
18.05.17
Alkoholkonsum junger Menschen rückläufig
Berlin – Jugendliche und junge Erwachsene trinken weniger und auch später Alkohol. Den ersten Rausch erleben sie heute mit 16,4 Jahren. Im Jahr 2004 lag das Durschnittsalter bei Jungs wie Mädchen noch......
18.05.17
Bad Bentheim – Beratungsstellen und Gynäkologen sollten ausführlicher über die schwerwiegenden Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft informieren. Das forderten Experten bei einer Fachtagung......
17.05.17
Deutschland bei Alkoholkonsum in Spitzengruppe
Genf – Wo ist die Luft am schlechtesten, wer trinkt am meisten, wie problematisch ist Malaria? Antworten gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Statistischen Jahrbuch, das heute......
16.05.17
Kälte schützt vor Schwangerschafts­diabetes
Toronto – Frauen, die während der Schwangerschaft kälteren Außentemperaturen ausgesetzt waren, erkrankten in einer kanadischen Großstadt deutlich seltener an einem Schwangerschaftsdiabetes als in......
15.05.17
Beikonsum bei Alkoholkranken wächst
Berlin – Immer mehr Alkoholkranke konsumieren auch andere Drogen. Wie die Krankenkasse Barmer heute unter Berufung auf ihre Patientendaten berichtete, war im Jahr 2015 bei rund 16 Prozent der bei der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige