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Ärzteschaft

Bedarfsplanung: KV Thüringen und Kassen einigen sich auf neue Versorgungsbereiche

Donnerstag, 8. September 2016

Erfurt – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen und die Krankenkassen vor Ort haben im Bereich der drei größten Städte in Thüringen den Bedarfsplan angepasst. Ziel sei es, die hausärztliche Versorgung in den ländlichen Räumen um die Städte Erfurt, Jena und Gera zu stärken und einer möglichen Zentralisierung der Praxen in den Kern­städten frühzeitig entgegenzuwirken, teilte die KV heute mit. Die Beschlüsse wurden dem Ver­neh­men nach einvernehmlich gefasst.

Durch die Änderung entstehen im Raum Jena und Gera insgesamt drei neue haus­ärzt­liche Versorgungsbereiche. Die Versorgungsbereiche Jena und Gera umfassen nur noch das Stadtgebiet mit eingemeindeten Ortsteilen. Im Raum Erfurt werden die Gemeinden Drei Gleichen und Nesse-Apfelstädt dem Versorgungsbereich Gotha zugeordnet. Die Stadt Gebesee sowie die Gemeinden Witterda, Walschleben, Andisleben, Ringleben, Elx­leben, Nöda, Alperstedt, Großrudestedt, Udestedt, Klein- und Großmölsen sowie Ollen­dorf gehören nun zum Versorgungsbereich Sömmerda. Der Versorgungsbereich Erfurt um­fasst nur noch das Stadtgebiet mit eingemeindeten Ortsteilen.

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Die KV weist darauf hin, dass durch die Neuordnung im ländlichen Raum neue freie Arzt­sitze ausgeschrieben werden können. 4 freie Arztsitze gibt es nun südlich von Jena, 3,5 zusätzliche freie Arztsitze kommen zu bereits 4 freien Sitzen im Umland von Gera hinzu. Weitere 1,5 zusätzliche freie Arztsitze entfallen auf den Versorgungsbereich Gotha, in dem es bereits 13 freie Sitze gibt. Außerdem soll gewährleistet werden, dass künftig frei werdende Hausarztsitze in den Regionen um Erfurt, Jena und Gera bei Wie­der­besetzung nicht in die Städte verlegt werden. Da auch in anderen Thüringer Regi­onen Hausarzt­sit­ze frei wurden, stieg die Zahl der freien Hausarztsitze im Land insgesamt auf 68.

Die 1. Vorstandsvorsitzende der KV Thüringen, Annette Rommel, sprach sich dafür aus, die neuen freien Sitze zügig zu besetzen. „Wir werden unter jungen Ärzten gezielt für die ländlichen Regionen werben. Die neuen Sitze sind schon allein deshalb attraktiv, weil durch den Wegfall der Residenzpflicht Ärzte bereits seit einigen Jahren auf dem Land praktizieren, aber, wenn sie möchten, in der Stadt wohnen können“, sagte sie. Das gelte selbstverständlich auch für alle anderen ländlichen Regionen Thüringens. © may/EB/aerzteblatt.de

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