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Politik

KV Niedersachsen kritisiert Komplexität des deutschen Gesundheitssystems

Freitag, 9. September 2016

Hannover – Als ein „überreguliertes System, das in dieser Komplexität kaum noch zu er­klären ist“ hat der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nieder­sachen (KVN), Mark Barjenbruch, das deutsche Gesundheitswesen bezeichnet. Dabei bezog sich der KV-Chef auf die neue Richtlinie für Kinder-Früherkennungs­unter­suchun­gen, die aufgrund offener Honorierungsfragen bislang nicht umgesetzt werden kann. 

So sei die neue Kinder-Richtlinie zwar in der vergangenen Woche in Kraft getreten, wer­de aber erst dann Kassenleistung, wenn die ärztliche Vergütung im Einheitlichen Be­wer­tungs­maßstab (EBM) geregelt ist. Dafür habe der Bewertungsausschuss bis zu sechs Monate nach Inkrafttreten der Richtlinie Zeit. Bis zur Änderung der Gebühren­ordnung könnten Neuerungen wie Impfschutzberatung oder Mukoviszidose-Screening nur privat abgerechnet werden.

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„Diese Diskrepanz können wir weder unseren Mitgliedern noch den Eltern plausibel er­klä­ren“, kritisierte der KVN-Vize Jörg Berling. „Kein Automobilkonzern bringt ein neues Modell auf den Markt und sagt interessierten Käufern, ihr könnt das Modell nicht be­stellen, da der Preis noch nicht feststeht.“ © hil/sb/aerzteblatt.de

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