NewsVermischtesStress und Angststörungen begünstigen Reizdarmsyndrom
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Stress und Angststörungen begünstigen Reizdarmsyndrom

Freitag, 9. September 2016

Stuttgart  – Rund elf Prozent der Weltbevölkerung leiden unter dem Reizdarmsyndrom. Chronische Bauchschmerzen, Unwohlsein, Blähungen, Verstopfungen und Durchfall schränken die Betroffenen im Alltag stark ein und senken ihre Lebensqualität. Die ak­tu­elle Studie einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe zeigt, dass Stress und Angst­leiden die Entstehung eines Reizdarmsyndroms begünstigen.

Die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Kohortenstudie hatte untersucht, inwiefern psychologische und demografische Faktoren wie Alter und Geschlecht, körperliche Symptome sowie Magen-/Darm-Infektionen die Entstehung des Reizdarmsyndroms begünstigen. Das Ergebnis: Eine Rolle spielen das Geschlecht, die Anfälligkeit für Durchfallerkrankungen sowie Stress und seelische Leiden. Erhöht wird das Erkrankungsrisiko durch die Wechselwirkung der Faktoren. Insgesamt waren Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer, bei Menschen mit Stressdurchfall und Angst­stö­run­gen trat das Reizdarmsyndrom ebenfalls öfter auf.

Anzeige

„Die Studie zeigt einmal mehr, dass Psyche und körperliche Beschwerden eng zu­sammen­hängen“, sagte Harald Gündel, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Psy­cho­somatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM). Um eine schnelle, ganz­heitliche und nachhaltige Hilfe gewährleisten zu können, sollten Betroffene deshalb ne­ben körperlichen auch seelische Ursachen in Betracht ziehen. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

1. Juli 2020
Heidelberg – Diabetiker haben ein vergleichbar hohes Darmkrebsrisiko wie Menschen, in deren Familien gehäuft Darmkrebs auftritt. Zudem haben Diabetiker ein höheres Risiko, bereits vor dem 50.
Diabetes ist ein Risikofaktor für frühen Darmkrebs
25. Juni 2020
Berlin – In Zeiten der COVID-19 Epidemie machen sich nicht zuletzt jene Patienten große Sorgen, die aufgrund einer chronischen Erkrankung dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, die die
Gut eingestellte chronisch Kranke gegen COVID-19 am besten gewappnet
24. Juni 2020
Berlin – Das Mikrobiom des Darmes ist notwendig, damit die sogenannten konventionellen dendritischen Zellen (cDC) in der Lage sind, weitergehende Reaktonen des Immunsystems anzustoßen. Das berichten
Wie das Darm-Mikrobiom die Leistungsfähigkeit des Immunsystems (mit)bestimmt
15. Juni 2020
Chicago − Patienten mit intrazerebralen kavernösen Angiomen, einem häufigen Zufallsbefund in CT/MRT und eine seltene Ursache von Hirnblutungen, haben häufig Störungen der Darmflora, die
Studie: Darmbakterien könnten die Bildung von Kavernomen im Gehirn fördern
3. Juni 2020
Peking − Eine 4-wöchige Akupunkturbehandlung hat an einer naturheilkundlichen Universität in der chinesischen Hauptstadt die Symptome eines postprandialen Distress-Syndroms signifikant besser
Studie: Akupunktur lindert postprandiales Distress-Syndrom bei chinesischen Patienten
29. Mai 2020
Löwen/Belgien − Eine Behandlung mit Statinen, dem Standardmedikament zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte, kann offenbar die Darmflora von adipösen Menschen normalisieren. Dies kam in 2
Studie: Statine verbessern Darmflora von adipösen Menschen
20. Mai 2020
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfiehlt Patienten, nicht nur bei akuten Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, sondern auch
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER