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Neues Berliner Herzzentrum soll bis 2026 entstehen

Dienstag, 13. September 2016

/dpa

Berlin – Der Berliner Senat hat den Weg für ein neues Herzzentrum in der Hauptstadt frei gemacht. Bis 2026 soll für mehr als 200 Millionen Euro die Universitäre Herzmedizin Ber­lin auf dem Gelände der Charité in Wedding entstehen. Das sagte Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) heute mit Verweis auf einen Beschluss des Senats. Ziel sei es, Berlin zum führenden Standort für Herzmedizin zu entwickeln.

Am Standort in Wedding befindet sich neben der Charité auch das Deutsche Herz­zent­rum Berlin (DHZB). Die Stiftung und die landeseigene Charité wollen das neue Zentrum gemeinsam gründen. Laut Charité-Chef Karl Max Einhäupl soll ein neues Konstrukt ge­schaffen werden, das Stiftungsmodell aber erhalten bleiben. Einen Abbau von Arbeits­plätzen soll es laut Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres (SPD) „auf keinen Fall“ geben.

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Die Charité ist in der Region führend in der Kardiologie, das Deutsche Herzzentrum Ber­lin hat eine Spitzenposition in der Herzchirurgie inne. Beide Bereiche seien heute kaum noch voneinander zu trennen, sagte Einhäupl. Wenn Berlin die Nummer eins werden wolle, sei eine Zusammenlegung der Kompetenzen unumgänglich. „Stramme Konkurren­ten“ gebe es in Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen und in Leipzig.

„Wir wollen vor allem für Berlin eine optimale Versorgung gewährleisten“, ergänzte der Ärztliche Direktor des DHZB, Volkmar Falk. Das Herzzentrum verfüge zwar über ein schö­nes, aber altes Gebäude. Mit dem Neubau sei auch für nächsten Jahrzehnte eine effi­zien­te und innovative Versorgung gesichert.

Die Kosten für den geplanten Neubau übernehmen das Land Berlin und das Deutsche Herzzentrum etwa jeweils zur Hälfte. Geplant sind zwei Bauabschnitte. In der ersten Pha­se soll in dem Neubau die jetzige Kardiologie der Charité untergebracht werden. Außer­dem sollen in dem Gebäude die Zentrale Notaufnahme für den Charité-Campus und auf dem Dach ein Hubschrauberlandeplatz entstehen. Im zweiten Abschnitt soll das Herz­zent­rum die neuen Räume beziehen. © dpa/aerzteblatt.de

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