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Politik

Krebsregister: Niedersachsens Landtag beschließt Gesetz

Mittwoch, 14. September 2016

Hannover – Krebserkrankungen sollen in Niedersachsen künftig in einem neuen Register erfasst werden. Ärzte müssen dann neu diagnostizierte Fälle melden. Ein entsprechen­des Gesetz hat der Landtag heute verabschiedet. Hintergrund ist eine Vorgabe des Bun­des. Die neue Datensammlung ist ein klinisches Krebsregister. Es soll helfen, Tumorer­kran­kungen effektiver und gezielter zu bekämpfen.

Ziel ist es, die Qualität der Versorgung krebskranker Menschen zu verbessern. Das neue Register soll parallel zum bestehenden epidemiologischen Krebsregister eingerichtet wer­den. Im epidemiologischen Register wird das Auftreten einer bestimmten Krebsart vor allem statistisch erfasst, damit regionale und zeitliche Häufungen bei Erkrankungen fest­ge­stellt werden können.

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Das klinische Krebsregister soll alle Angaben zur Diagnose und Art der Therapie festhalten, um Aussagen zur Qualität der Behandlung und zum Be­hand­lungserfolg treffen zu können.

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) begrüßte die Entscheidung des Landtags. „Im Kampf gegen den Krebs sind wir einen großen Schritt weitergekommen, indem der Gesetzgeber die Aufgaben der klinischen Krebsregistrierung in die Verantwortung der beiden Kammern legt“, sagte ÄKN-Präsidentin Martina Wenker.

Bereits seit 2015 besteht bei der ÄKN eine Projektgruppe, die mit dem Aufbau des Kli­ni­schen Krebsregisters befasst ist. „Uns ist besonders wichtig, dass das medizinische Ge­samtkonzept von allen niedersächsischen Ärztinnen und Ärzten mitgetragen wird und es am Ende allen niedersächsischen Patientinnen und Patienten zugutekommt“, betonte sie. © dpa/EB/aerzteblatt.de

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