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Politik

Häusliche Gewalt: Erstmals Schutzwohnungen für Männer in Sachsen

Montag, 19. September 2016

Dresden – Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt wurden, können in Sachsen künftig in spezielle Einrichtungen flüchten. Vom Herbst an soll es Schutzwohnungen in Dresden und Leipzig geben, später soll auch eine in Chemnitz hinzukommen, wie die Landes­fach­stelle Männerarbeit heute mitteilte. Zunächst stehen jeweils drei Plätze zur Verfügung. Das Thema erfahre meist eine gesellschaftliche Diskriminierung, erklärte Gleich­stel­lungs­­ministerin Petra Köpping (SPD). Der geschlagene oder erschöpfte Mann passe häufig nicht in das Rollenbild.

Häusliche Gewalt könne nicht nur in einer traditionellen Ehe, sondern auch in einer ho­mo­sexuellen Partnerschaft vorkommen. Eine neue Kampagne „Mann, gib dich nicht ge­schlagen“ soll Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu suchen. Mit Hilfe von Plakaten sollen auch Ärzte, Beratungsstellen und Opferhilfen sensibilisiert werden.

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Im Doppelhaushalt 2017/18 sind für die Betreuungs- und Beratungsangebote zum Schutz vor häuslicher Gewalt rund 3,6 Millionen Euro eingeplant, davon rund 100.000 Euro für betroffene Männer. Sachsenweite Zahlen Betroffener liegen nicht vor. Laut Lan­des­fachstelle ließen sich im Vorjahr in Dresden 36 Männer zu dem Thema beraten, in Leipzig 27. © dpa/aerzteblatt.de

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