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Medizin

FDA warnt (erneut) vor homöopathischen Zahnungsgels oder -tabletten

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Silver Spring – Die US-Arzneimittelbehörde hat die Verbraucher vor homöopathischen Zahnungstabletten oder Zahnungsgelen gewarnt. Diese könnten ein Risiko für Säuglinge und Kinder darstellen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Verbraucher sollten die Produkte nicht verwenden und die in ihrem Besitz befindlichen Mittel entsorgen.

Der Durchbruch der Zähne bereitet vielen Säuglingen und Kleinkindern Beschwerden. Viele Mütter sehen sich dann veranlasst, ihren Kindern ein Zahnungsmittel zu geben. Beliebt sind homöopathische Mittel, die (wenn überhaupt) winzigste Mengen eines Wirkstoffs enthalten. Eine Gefahr für das Kind sollte von diesen Mitteln eigentlich nicht ausgehen, doch die FDA hat in dieser Hinsicht schlechte Erfahrungen gemacht. Im Jahr 2010 hatte die Behörde bei der Überprüfung eines Herstellers entdeckt, dass deren Produkte nicht die vorgesehene Menge von Belladonna, also einem atropinhaltigen Extrakt der schwarzen Tollkirsche, enthielt. Der Hersteller musste daraufhin die Produktion einstellen.

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Seither hat die FDA jedoch wieder Meldungen über zentralnervöse Nebenwirkungen, einschließlich Krampfanfällen nach der Anwendung von (angeblich) homöopathischen Zahnungsgelen - oder -tabletten erhalten. Ein Problem scheint zu sein, dass einige Verbraucher die Mittel höher dosieren als vorgesehen. Wenn dann mehr als nur Spuren der Mittel in den Zahnungsgelen oder -tabletten enthalten sind, kann dies nach Ansicht der FDA die zentralnervösen Nebenwirkungen durchaus erklären.

Die Behörde fordert die Verbraucher auf, sofort medizinische Hilfe aufzusuchen, falls ihr Kind nach der Anwendung der Zahnungshilfen  Krampfanfälle entwickelt, unter Atemnot, Lethargie, übermäßiger Schläfrigkeit, Muskelschwäche, Hautrötung oder Verstopfung leidet, Schwierigkeiten beim Urinieren hat oder vermehrte Unruhe zeigt.

© rme/aerzteblatt.de

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