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Telemedizin bei Herzschwäche: Patienten fühlen sich subjektiv besser

Freitag, 7. Oktober 2016

Berlin – Eine telemedizinische Überwachung von Herzschwäche-Patienten hinsichtlich wichtiger Vital-Parameter wie Gewicht, Puls oder Blutdruck führt selten zu einem medizinischen Eingreifen oder Veränderungen in der Therapie. Doch das subjektive Wohlbefinden der Patienten ist gesteigert. Das zeigt eine Studie aus Kaiserslautern, die im Rahmen der DGK Herztage in Berlin präsentiert wurde. Die Studienautoren führen das subjektiv bessere Wohlbefinden auch darauf zurück, dass die Patienten durch die Teilnahme am Projekt besser über ihre Erkrankung informiert sind.

In die Studie wurden 68 Patienten in ländlichen Gegenden von Rheinland-Pfalz mit stabiler systolischer Herzinsuffizienz und einer optimierten medikamentösen Therapie eingeschlossen und sechs Monate lang beobachtet. Die Telemonitoring-Systeme, mit denen sie ausgestattet wurden, übermittelten halbautomatisch Daten über die Puls- und Blutdruckwerte und das Gewicht.

Wurden vorher für jeden Patienten individuell fest­gelegte Grenzwerte überschritten, löste dies einen Alarm aus. Nach einem standardi­sierten Verfahren wurden entweder neuerliche Messdaten abgewartet oder speziell ausgebildete Pflegepersonen besprachen mit den betroffenen Patienten am Telefon ihre Symptome und mögliche therapeutische Veränderungen. Dazu kamen regelmäßige Routine-Telefonate, um den Gesundheitszustand zu besprechen und zur Aufklärung über die Erkrankung.

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Während des Beobachtungszeitraums wurde insgesamt 2.069-mal ein Alarm ausgelöst. 3,6 Prozent der Alarme führten zu einer Therapie-Änderung oder der Empfehlung eines Besuchs beim Hausarzt oder Kardiologen. Die Depressions-Scores gingen von 8,4 auf 5,5 zurück. Symptome wie Kurzatmigkeit oder Erschöpfung verbesserten sich deutlich. © hil/sb/aerzteblatt.de

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