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Jeder dritte Arbeitnehmer wird in der Freizeit von seinem Betrieb kontaktiert

Montag, 10. Oktober 2016

Dortmund – Die augenblickliche Gestaltung der Arbeitszeiten in Deutschland beleuchtet ein neuer Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Er basiert auf einer repräsentativen Befragung von rund 20.000 Beschäftigten in Deutsch­land. Danach arbeiten 43 Prozent der Beschäftigten mindestens einmal monatlich auch am Wochenende. Über regelmäßige Rufbereitschaft sind acht Prozent auch außerhalb ihrer Arbeitszeit an ihre Arbeit gebunden. 22 Prozent geben zudem an, dass ihr Arbeitsumfeld erwartet, dass sie im Privatleben für dienstliche Belange erreichbar sind.

Tatsächlich werden zwölf Prozent der Beschäftigten häufig außerhalb der Arbeitszeit wegen dienstlicher Angelegenheiten kontaktiert und 23 Prozent geben an, dass sie manchmal kontaktiert werden. Führungskräfte sind häufiger betroffen als Beschäftigte ohne Führungsverantwortung. Aber auch viele Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten werden in der Freizeit angerufen. „Beschäftigte mit hohen betrieblichen Flexibilitäts­anforderungen, wie etwa Arbeit auf Abruf, Rufbereitschaft oder kurzfristigen Änderungen ihrer Arbeitszeit, schätzten ihr gesundheitliches Befinden tendenziell schlechter ein und sind unzufriedener mit ihrer Work-Life-Balance als andere Beschäftigte“, hieß es aus dem BAuA.

Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitszeit hat für die Beschäftigten aber auch Vorteile: Etwa vier von zehn Beschäftigten haben laut dem Bericht selber großen Einfluss darauf, wann sie mit ihrer Arbeit beginnen und sie beenden (38 Prozent) oder wann sie einige Stunden frei nehmen (44 Prozent). „Einflussmöglichkeiten der Beschäf­tigten auf die Arbeitszeitgestaltung sowie Planbarkeit und Vorhersehbarkeit der Arbeits­zeit wirken sich positiv auf Gesundheit und Work-Life Balance aus“, berichtet die Bundesanstalt.

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Die Studie zeigt zudem, dass lange Arbeitszeiten weiterhin für viele Beschäftigte relevant sind. So arbeiten 17 Prozent der Beschäftigten durchschnittlich 48 Stunden und mehr in der Woche. Ein Fünftel der Beschäftigten arbeitet im Rahmen versetzter Arbeitszeiten oder in verschiedenen Schichtsystemen. „Beide Arbeitszeitformen gehen sowohl mit Einschränkungen der Work-Life Balance als auch mit Einschränkungen im gesundheitlichen Befinden einher“, so die Autoren des Berichts. © hil/aerzteblatt.de

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