Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Kritik an niederländischen Plänen zur Sterbehilfe

Montag, 17. Oktober 2016

Münster – Der Verein „Ärzte für das Leben“ hat bestürzt auf Meldungen aus den Nieder­landen reagiert, wonach die dortige Regierung Überlegungen anstellt, Suizidbeihilfe bei „älteren“ gesunden Menschen zu erlauben.

„Besonders beunruhigen muss der Hinweis in einem Brief von Ge­sund­heits­mi­nis­terin Edith Schippers und Justizminister Ard van der Steur an das niederländische Parlament, dass der ‚Todeshelfer‘ einen ‚medizinischen Hintergrund‘ haben soll“, sagte Vereins­vor­sitzender Paul Cullen. „Hier wird die Entwicklung sichtbar, vor der wir und viele andere im Vorfeld der Gesetzgebung zur Suizidbeihilfe letztes Jahr in Deutschland gewarnt haben“, so Cullen.

Sei das Recht auf Leben grundsätzlich infrage gestellt, so brächen nach und nach alle Dämme und es gebe keinen Halt mehr. Als „zynisch und völlig praxisfern“ bezeichnete Cullen der Hinweis im Schreiben der Gesundheits­ministerin, dass „einsame Menschen oder solche mit einer Depression“ von der neuen Regelung ausgenommen werden sollen.

Nach der Legalisierung der Sterbehilfe im Jahr 2002 veröffentlichten die Minister für Ge­sundheit und Justiz vergangene Woche eine gemeinsame Erklärung. Darin denken sie über ein neues Gesetz nach: Ältere Menschen sollen Hilfe zum Suizid bekommen können, wenn sie der Meinung sind, ein „erfülltes Leben“ hinter sich zu haben. Ein entsprechendes Schreiben schickten die Minister auch an das niederländische Par­la­ment. © hil/sb/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Mathilda
am Dienstag, 18. Oktober 2016, 17:34

Sorry, aber ich entscheide lieber selber!

@ Claus-F-Dieterle: Ich akzeptiere es voll und ganz, wenn Sie an Jesus Christus glauben und daraus Zuversicht schöpfen.

Ich brauche diese Zuversicht nicht. Ich genieße mein Leben. Und wenn ich für mich entscheide, dass es an meinem Leben nichts mehr zu genießen gibt, dann möchte ich auf legalem Weg mein Leben beenden. Denn es ist mein Leben. Niemand anders außer mir hat darüber zu entscheiden.
Claus-F-Dieterle
am Montag, 17. Oktober 2016, 21:39

Es gibt Zuversicht!

Leider ist den meisten Menschen das Handeln durch Jesus Christus nicht bekannt, denn sonst würden sie keine "Sterbehilfe" in Anspruch nehmen. Jesus Christus heilt auch heute noch (auch durch Ärzte, andere Therapeuten und Medikamente) und darüber gibt es im Internet gute kostenlose Videos. Hier nur zwei Aussagen der Bibel, die zuverlässig überliefert wurde: "Du bist der Gott, der Wunder tut..." (Psalm 77,15) und "Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie Laufen und nicht matt werden..." (Jesaja 40,31).

Nachrichten zum Thema

16.10.17
68 Schwerkranke fordern Medikament zur Selbsttötung
Hamburg – Das Thema Sterbehilfe wird auch die neue Bundesregierung weiter beschäftigen: 68 Patienten hätten beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArm) einen Antrag zum Erwerb......
29.09.17
Mehrheit würde schwerstkranken Angehörigen beim Suizid helfen
Mainz – Die Mehrheit der Deutschen würde einer Umfrage zufolge schwerstkranken Angehörigen beim Suizid helfen. 53 Prozent würden solchen Angehörigen ein zum Tod führendes Medikament verschaffen, wie......
29.09.17
Erste Strafuntersuchung in Niederlanden nach Sterbehilfe
Den Haag – Zum ersten Mal wird ein Fall von aktiver Sterbehilfe in den Niederlanden von der Staatsanwaltschaft strafrechtlich untersucht. Das berichteten niederländische Medien heute. In dem Fall......
21.09.17
Richter billigt Stopp lebensverlängernder Maßnahmen bei Wachkomapatienten
London – Ein Gericht in Großbritannien hat entschieden, dass lebensverlängernde Maßnahmen bei Wachkoma-Patienten in Zukunft ohne gesonderte richterliche Erlaubnis eingestellt werden dürfen. Das......
31.08.17
Prozessbeginn um Sterbehilfe in Hamburg
Hamburg – Vor dem Landgericht Hamburg hat ein Prozess gegen einen Arzt des Vereins Sterbehilfe Deutschland begonnen. Dem 75 Jahre alten Mediziner wird Totschlag in zwei Fällen vorgeworfen. Das Gericht......
29.08.17
Landgericht Hamburg verhandelt über Beihilfe zum Suizid
Hamburg – Der Bundestag hat auch wegen des Vereins „Sterbehilfe Deutschland“ die Suizidbeihilfe neu geregelt. Ab Donnerstag befasst sich das Landgericht Hamburg mit den Praktiken des Vereins.......
04.08.17
Bilanz nach 15 Jahren: Sterbehilfe in den Niederlanden fest etabliert
Rotterdam - Die Sterbehilfe, die in den Niederlanden seit 2002 gesetzlich geregelt ist, aber auf eine längere „Tradition“ zurückblickt, hat sich in den letzen 15 Jahren fest etabliert, wie eine......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige