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Politik

Ärzte an kommunalen Kliniken erhalten fünf Prozent mehr Gehalt

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Berlin – In der Tarifrunde für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken ist eine Einigung erzielt worden. Wie die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Marburger Bund in der Nacht zu Mittwoch mitteilten, verständigten sich beide Seiten nach zweitägigen Verhandlungen auf einen Tarifabschluss. Dieser sieht eine lineare Gehaltssteigerung in drei Stufen vor und hat ein Gesamtvolumen von fünf Prozent.

Laut der Mitteilung der beteiligten Parteien wurde vereinbart, dass die Gehälter der Ärzte rückwirkend zum 1. September um 2,3 Prozent steigen. Ab dem 1. September 2017 sollen sie um weitere 2,0 Prozent angehoben werden und ab dem 1. Mai 2018 noch einmal um 0,7 Prozent. Die Laufzeit beträgt 28 Monate bis zum 31. Dezember 2018. Die Laufzeit der Regelungen zum Bereitschaftsdienst wurde bis zum 31. Dezember 2018 verlängert.

Darüber hinaus vereinbarten beide Seiten die Einführung eines zusätzlichen Arbeit­nehmer- und Arbeitgeberbeitrags im Tarifvertrag über die zusätzliche Altersvorsorge der Ärztinnen und Ärzte. Ab 1. September 2016 wird bei Pflichtversicherten in der kommunalen Zusatzversorgungskasse ein Beitrag in Höhe von 0,2 Prozent des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts erhoben, ab 1. September 2017 ein Beitrag in Höhe von 0,3 Prozent und ab 1. September 2018 ein Beitrag in Höhe von 0,4 Prozent.

Die Tarifeinigung gilt demnach bundesweit – mit Ausnahme von Berlin und Hamburg –für rund 550 kommunale Krankenhäuser im Tarifbereich der VKA. „Der Tarifabschluss ist ein klassischer Kompromiss, mit dem wir leben können. In der zentralen Frage der Gehaltserhöhung haben wir gegen erhebliche Widerstände ein annehmbares Ergebnis erzielt”, erklärte der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Rolf Lübke. 

„Wir haben von Beginn an deutlich gemacht, dass die finanziellen Spielräume der Krankenhäuser sehr eng sind", erklärte der VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg. „Vor diesem Hintergrund ist natürlich jeder Euro zusätzlich schwierig, dennoch ist der Kompromiss insgesamt vertretbar. Insbesondere die lange Laufzeit der Entgelttabellen sowie des Bereitschaftsdienstes bietet den kommunalen Kliniken Planungssicherheit.” © afp/aerzteblatt.de

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