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Ärzteschaft

Fachgesellschaft fordert systematische Qualitätssicherung der Schmerzversorgung

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Mannheim – Angesichts der rasant steigenden Anzahl von Schmerzpatienten hat die Deutsche Schmerzgesellschaft ein Umdenken in der medizinischen Versorgung von chro­ni­schen Schmerzpatienten gefordert. „Die Strukturen des Gesundheitswesens müssen auch in der Schmerz­­versorgung konsequent an der Behandlungsqualität ausgerichtet werden“, un­ter­strich Verbandspräsident Michael Schäfer beim diesjährigen Deutschen Schmerz­kon­gress in Mannheim. Dazu gelte es, die Qualität der Behandlung regelmäßig und kon­se­quent zu überprüfen.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich in Deutschland der Anteil der Bevölkerung mit chronischen Schmerzen nahezu verdoppelt. Davon sind besonders die über 65-Jährigen betroffen. Schon heute berichten etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) über chroni­sche Schmerzen, sechs Millionen fühlen sich durch chronische, nicht tumorbedingte Schmerzen in ihrem Leben beeinträchtigt.

Vor diesem Hintergrund plädierte Schäfer dafür, einen „Schmerzindikator“ in allen Klini­ken verpflichtend einzuführen. „Gute und schlechte Qualität muss endlich syste­matisch in den Einrichtungen des Gesundheitswesen erhoben werden, und zwar auch zum The­ma Schmerz“, forderte der Verbandschef. Dabei könnten Gesundheits­politik, Klinikträger, Krankenkassen und interessierte Einrichtungen auf erfolgreich entwickelte Instrumente zurückgreifen.

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So erleichtere beispielsweise das Projekt „Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie“ (QUIPS) Qualitätsvergleiche in diesem Bereich, während die „KErn­DO­kumentation und Qualitätssicherung“ (KEDOQ-Schmerz) schmerz­thera­peu­tischen Ein­rich­tungen einen systematischen Vergleich und damit die Weiterentwicklung der eigenen Qualität ermögliche.

Nach Ansicht der Deutschen Schmerzgesellschaft sollte die KEDOQ-Schmerz verpflich­ten­der Bestandteil der Vor-Ort-Versorgung werden. Im Rahmen des Schmerzkon­gresses appellierte Schäfer an Gesundheitspolitik und Vertragspartner, die Rahmenbedingungen für eine klare Qualitätsorientierung konsequent auszugestalten. © hil/sb/aerzteblatt.de

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