NewsVermischtesBürgerentscheid zur Zukunft von geschlossener Geburtshilfestation
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Bürgerentscheid zur Zukunft von geschlossener Geburtshilfestation

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Neu-Ulm – Wegen des Mangels an Hebammen gibt es in vielen Regionen Probleme beim Betrieb der Kreißsäle. In Schwaben wurde die Geburtshilfe in Illertissen geschlossen, weil die Hebammen kündigten. Nun entscheiden die Bürger im Landkreis, ob die Station wie­der aufgemacht wird. Dort wird am Sonntag an der Wahlurne über die Zukunft des Kreiß­saals entschieden.

Eine Initiative hatte Unterschriften gesammelt und damit nun einen Bürgerentscheid durch­gesetzt. Statt der angegebenen rund 22.000 Überschriften blieben nach Über­prü­fung der Listen durch die Behörden zwar nur knapp 17.000 gültige Unterschriften übrig, doch auch das waren mehr als genug für das Bürgerbegehren. Denn schon etwa 7.000 Unterzeichner hätten nach Angaben des Landratsamtes genügt. Die Initiatoren fordern, dass die Geburtshilfestation dauerhaft erhalten bleibt.

Der Neu-Ulmer Kreistag hat dieser Forderung einen zweiten Bürgerentscheid entgegen­gesetzt, der den Wählern am Sonntag ebenfalls vorgelegt wird. Darin wird gefragt, ob über die Zukunft der Geburtshilfe erst im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für alle drei Kliniken des Landkreises entschieden werden soll. Das Kreisparlament macht geltend, dass derzeit voraussichtlich ein Defizit von fast vier Millionen Euro bei den Kranken­häu­sern anfällt. Eine Bestandsgarantie für Illertissen will das Kreisparlament vorläufig noch nicht geben.

Anzeige

In vielen Gegenden Deutschlands gibt es Probleme mit dem Erhalt der Kreißsäle. Ins­be­sondere weil die Kliniken oftmals händeringend Hebammen suchen, Stellen aber nicht besetzen können. Das Klinikum im schwäbischen Memmingen hatte erst kürzlich Alarm geschlagen, dass das Personal der Frauenklinik am Limit arbeite. Grund ist, dass die Zahl der Geburten stark ansteigt. Memmingen ist dabei auch davon betroffen, dass es nun Frauen aus dem Raum Illertissen mitbetreuen muss.

© dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER