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Politik

IQWiG: Zu diesen Themen wünschen sich Bürger Bewertungen

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Köln – Therapien bei Angststörungen, die Möglichkeiten zur Ultraschallbehandlung von Myomen, Füllungen für kariöse Zähne und Behandlungsmöglichkeiten bei Krampfadern: Bürger wünschen sich zu vielen Bereichen der medizinischen Versorgung wissenschaft­liche Klarstellungen. Das berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Ge­sundheitswesen (IQWiG).

Ende Juli hatte das Institut die Website „ThemenCheck Medizin“ freigeschaltet, über die alle Interessenten Themen für sogenannte HTA-Berichte (Health Technology Assess­ments) vorschlagen können, also wissenschaftliche Bewertungen von medizinischen Ver­fahren und Technologien. Diese Mitwirkungsmöglichkeit geht auf das GKV-Versorgungs­stärkungsgesetz zurück.

In einem ersten Prüfschritt hat das Institut jetzt Vorschläge herausgefiltert, die nicht für einen HTA-Bericht infrage kommen – etwa weil es um Arzneimittel geht. Diese sind beim ThemenCheck Medizin ausgeschlossen, weil es zur Bewertung ihres Nutzens bereits spe­zielle Prozesse gibt.

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Übrig geblieben sind bislang 19 Themen, die auch auf der Website einzusehen sind.
Die Vorschlagsliste durchläuft eine zweistufige Auswahl, die einige Monate in Anspruch nimmt. Das IQWiG sammelt dabei zunächst Informationen zu den Themen und prüft, wie viele Betroffene es gibt, wie belastend die jeweilige Erkrankung ist, ob es wissenschaft­liche Studien zu der Fragestellung gibt, wie viel die zu untersuchende Diagnosemethode oder Behandlung kostet und ob es Hinweise auf Versorgungsprobleme gibt.

„Wir sind gespannt, welche Schwerpunkte sich herauskristallisieren, wenn der Themen­Check Medizin noch bekannter wird“, sagte Claudia Mischke, die im IQWiG den Bereich Versorgung leitet. Sie betonte, dass Interessierte jederzeit neue Vorschläge einreichen können. Das Institut wählt pro Jahr insgesamt fünf Themen aus, zu denen HTA-Berichte entstehen.

© hil/aerzteblatt.de

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