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Politik

Nanomaterialien: Kein Register geplant

Sonntag, 30. Oktober 2016

Berlin – Die Bundesregierung plant derzeit nicht, ein nationales Nanoproduktregister ein­zuführen. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Demnach liegen der Regierung „keine übergreifenden, sondern lediglich einzelne Kenntnisse vor“ über Produkte, in denen die winzigen Partikel verwendet wer­den.

Nanostrukturen sind etwa Teilchen oder Schichten, die über 1000 mal dünner sind als der Durchmesser eines Menschenhaares. Ob bestimmte Nanoteilchen etwa in Sprays der Gesundheit oder der Umwelt schaden, ist umstritten. Der Bund setzt darauf, dass künftig ein „Nano Observatory“ der EU ausreichend Transparenz bringen wird. Dort wer­den nach Darstellung der Grünen aber nur bereits bekannte Informationen zusammen­ge­tragen, statt ein umfassendes Register über Sprays, Kleidung, Elektronik und andere Produkte zu erstellen, in denen die Technologie vorkommt.

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„Bisher mangelt es an Transparenz und die winzigen Teilchen fallen durch die Lücken der Gesetzgebung“, kritisierte der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Bundestags­fraktion, Peter Meiwald. Verbraucher hätten ein Recht zu erfahren, wo „Nano“ drinstecke und welche Risiken damit verbunden sein könnten. „Der Skandal dabei ist: Dieser Man­gel an Transparenz und Information scheint die Bundesregierung nicht einmal zu stören.“

Andere europäische Länder, etwa Dänemark oder Frankreich, haben nationale Register. © dpa/aerzteblatt.de

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