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Ausland

Vatikan fordert mehr Hilfe für Menschen mit seltenen Krankheiten

Dienstag, 8. November 2016

Vatikanstadt – Der Vatikan hat sich für mehr Hilfe zugunsten von Menschen mit seltenen Krankheiten ausgesprochen. Dies sei eine wichtige Herausforderung, sagte der Sekretär des Päpstlichen Gesundheitsrates, Jean-Marie Mate Musivi Mupendawatu, gestern anläss­lich einer bevorstehenden Konferenz zu diesem Thema. Der Kongolese forderte „Verant­wortung und weltweiten Einsatz“ zur Bekämpfung solcher Fälle.

Schätzungen der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO zufolge sind etwa 400 Millionen Men­schen von seltenen Krankheiten betroffen. Zwischen 5.000 und 8.000 Krankheits­bil­der fallen demnach in diese Kategorie. Als seltene Krankheiten gelten etwa das Asper­ger-Syndrom, das eine autistische Entwicklungsstörung bezeichnet, und die Addison-Krankheit, hinter der sich eine schwere Erkrankung der Nebenniere verbirgt.

Mehr als eine Milliarde Menschen haben nach WHO-Angaben zudem „vernachlässigte“ Krankheiten. Besonders hoch sei das Risiko in tropischen Gebieten mit schlechter Wasser- und Hygieneversorgung. Dazu zählen etwa Bandwurm-Erkrankungen und das Dengue-Fieber.

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Bei einem dreitägigen Treffen von Donnerstag bis Samstag im Vatikan sollen nun er­ziehe­rische, kulturelle und seelsorgliche Antworten für Menschen mit seltenen und ver­nachlässigten Krankheiten gefunden werden. Zu der internationalen Konferenz werden laut Päpstlichem Gesundheitsrat mehr als 320 Teilnehmer aus 50 Ländern im Vatikan erwartet. © kna/aerzteblatt.de

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