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Ärzteschaft

Deutsche Stiftung Akut- und Notfallmedizin gegründet

Donnerstag, 10. November 2016

/dpa

Berlin – In Berlin hat sich die Deutsche Stiftung Akut- und Notfallmedizin gegründet. Initi­iert wurde sie von führenden Notfallmedizinern, der Deutschen Gesell­schaft interdiszipli­näre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) und Patientenvertretern. Ärzte und Patienten­ver­treter setzen sich damit gemeinsam für eine Verbesserung der Akut- und Notfallmedizin ein.

Die Stiftung wolle Wege bereiten, die es allen Beteiligten ermögliche, auf das gemein­sa­me Ziel – die Gesundung des Patienten – hinzuwirken, sagte der Präsident der Stiftung Christian Wrede. Ziel sei es, gemeinsam praktische Vorschläge zu erarbei­ten und umzu­setzen, Fortbildungen zu organisieren, an der öffentlichen Debatte rund um das Thema Akut- und Notfallmedizin teilzunehmen und Ansprechpartner für Akteure aus Politik, Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft zu sein, so die Stiftung.

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„Wir brauchen weitere Unterstützer und Menschen, die unsere Ziele teilen“, erklärte Ge­schäftsführerin Jana Hassel. Nur wenn alle, das heiße neben den Ärzten, Rettungs­kräf­ten, Apothekern und allen anderen Angehörigen der Heilberufe auch die Patienten, mit­arbeiteten, könne die bestmögliche Versorgung im Akut- und Notfall erfolgen.

Erste Projekte der Stiftung sind eine sogenannte „Kleine Patientenakte“ und Fort­bil­dun­gen für Mediziner. Hintergrund für die Patientenakte sei, dass behandelnden Ärzten immer wieder wichtige Informationen über die Vorgeschichte des Patienten fehlten. Das erschwere die richtige Diagnose, die richtige Therapie und könne im schlimmsten Fall zu Fehlbehandlungen führen, hieß es.

„Die kleine Patientenakte“ der Stiftung soll Abhilfe schaffen. In einem westentaschen­gro­ßen Heft sollen künftig knapp und übersichtlich die wichtigsten Informationen über die Kran­kengeschichte des einzelnen Patienten auffindbar sein, um eine richtige Behand­lung zu erleichtern.

In die Akte eingetragen werden können Informationen zur Person des Inhabers wie Kran­kenkassenkarte, Impfpass, Angaben zur Person oder Notfallkontakt. Darüber hi­naus ist es möglich, Details zu bisherigen Behandlungen, zu Medikamenten, Krankenhaus­auf­ent­halten, Operationen, Allergien sowie Bildaufnahmen festzuhalten.

Neben der Information für den Akut- und Notfall könnten fortlau­fende Eintragungen in die kleine Patientenakte auch gewährleisten, dass der Patienten wisse, was für eine Erkran­kung er habe, erklärte die Stiftung, die heute Abend ihre offizielle Gründung in Berlin fei­ert. © may/EB/aerzteblatt.de

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