NewsPolitikCDU fordert Landarztquote für Medizinstudierende
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

CDU fordert Landarztquote für Medizinstudierende

Freitag, 18. November 2016

Berlin – Die CDU will laut einem Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe auf ih­rem Parteitag Anfang Dezember in Essen eine Landarztquote für Medizinstudenten for­dern. Die Kommission, die den Parteitag vorbereitet, will demnach die Annahme eines entsprechenden Antrags der CDU-Landesverbände Baden-Württemberg und Sachsen empfehlen.

Wie aus dem Antrag hervorgeht, sollen die Universitäten eine bestimmte Zahl von Stu­dien­plätzen für künftige Landärzte reservieren. Die Plätze würden an angehende Medizi­ner vergeben, „die sich verpflichten, nach vollständig abgeschlossener Ausbildung für ei­ne bestimmte Zeit in einer unterversorgten Region im ländlichen Raum zu praktizie­ren“, zi­tieren die Zeitungen aus dem Antrag.

Anzeige

Die Landarztquote war zuletzt im Juni von den Ge­sund­heits­mi­nis­tern der Länder gefor­dert worden. Die Medizinstudierenden lehnen die Quote ab. Auch der Deutsche Ärztetag hatte sich im Mai dieses Jahres gegen die Quote ausgesprochen. Ärzteorganisationen erwar­ten, dass in den nächsten Jahren zehntausende niedergelassene Ärzte in den Ruhe­stand gehen.

© kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #79783
Practicus
am Mittwoch, 23. November 2016, 21:39

eigentlich richtig

aber warum wird immer nur von Ärzten erwartet, dass sie sich gegenüber der Allgemeinheit verpflichtet fühlen sollen?
Ich habe noch nicht gehört, dass Juristen eine nicht abdingbare Gebührenordnung hinnehmen müssen, damit "Recht bekommen" nicht vom privaten Finanzstatus abhängt... warum soll der Hausarzt um die Ecke praktizieren, wenn es dort nicht mal mehr eine Polizeiwache, Schule oder eine Poststelle gibt - von Breitbandanschluss oder Mobilfunkabdeckung nicht zu reden. Für jeden Bleistift oder sonstigen Einkauf ins nächste "Mittelzentrum", nur der Arzt muss gezwungen werden.
Die KVen sollten den Kassen den obsoleten Sichestellungsauftrag vor die Füße werfen - dann kann sich die "Allmutter Sozialstaat" Lösungen auf eigene Kosten ausdenken
Avatar #528057
Jörg Wiesenfeldt
am Dienstag, 22. November 2016, 13:21

Zeitenwende ?

Es stellt sich die Frage, ob wir, die "Ärzteschaft" dieses im großen und ganzen gut organisierten, ordentlich regierten Landes eine Verpflichtung spüren denjenigen gegenüber, die mit ihren Steuer- und Beitragszahlungen für kostenlose Studienplätze, gut ausgestattete Kliniken und im Großen und Ganzen gute bis sehr gute Gehälter sorgen. Wäre es nicht an der Zeit, dass man mehr fragte, was jeder von uns für unser Land tun kann, statt immer wieder zu jammern ? Selbstbezogene studierte Eliten könnten einer der Gründe sein, warum so viele Mitbürger radikalen Rattenfängern folgen. Also: warum nicht eine Landarztquote. Ähnliches (Medizinalassistent, AiP usw.) gabs doch früher schon.
LNS

Nachrichten zum Thema

5. März 2019
Berlin/Halle (Saale) – Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Medizinische Fakultätentag (MFT) plädieren dafür, die Vermittlung wissenschaftlicher Kompetenzen im Medizinstudium
Diskussionspapier: Brauchen Mediziner mehr Wissenschaftskompetenz?
25. Februar 2019
Witten – Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) hat eine neue Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde eröffnet. Sie steht Versicherten aller Kassen zur Verfügung.
Neue Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde an der Universität Witten/Herdecke
19. Februar 2019
Düsseldorf – Das Bewerbungsverfahren für die neuen Landarzt-Studienplätze in Nordrhein-Westfalen startet Ende März. Wer zum Wintersemester einen Medizinstudienplatz über die Landarztquote bekommen
Bewerbungsverfahren für künftige Landärzte läuft an
6. Februar 2019
Hannover – An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sollen die Voraussetzungen für 50 weitere Medizinstudienplätze geschaffen werden. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die zusätzlichen
Niedersachsen will weitere Studienplätze für Humanmedizin schaffen
6. Februar 2019
Erfurt – Die Landesregierung in Thüringen hat grünes Licht für die neu geregelte Zulassung zum Medizinstudium gegeben. Das Kabinett stimmte gestern einem neuen Staatsvertrag von Bund und Ländern zu,
Thüringens Kabinett stimmt Staatsvertrag zum Medizinstudium zu
6. Februar 2019
Bad Homburg – Das Saarland erhält ein „Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin“. Darauf hat die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes hingewiesen. Das Kompetenzzentrum soll die
Neues Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin im Saarland
5. Februar 2019
München – Bayern will zusätzliche Studienplätze für Humanmedizin in Erlangen und Bayreuth schaffen. Das hat der Ministerrat beschlossen, wie die bayerische Landesregierung heute mitteilte. Demnach gab
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER