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Ärzteschaft

Hautärzte wollen Online-Sprechstunden vorantreiben

Dienstag, 22. November 2016

/dpa

Düsseldorf/Mönchengladbach – Einen größeren Schub für die Online-Behandlung von Patienten per Videosprechstunde hat der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD), Klaus Strömer, gefordert. Auf der Medizintechnikmesse Medica warnte er Mitte November davor, die Einführung einer Ziffer im Einheitlichen Bewer­tungs­maßstab (EBM) für Online-Videosprechstunden auf bestimmte Fachgruppen und Indi­ka­ti­onsgebiete einzuschränken. Wichtig sei außerdem eine auskömmliche Dotierung, so der BVDD-Präsident.

Das sogenannte E-Health-Gesetz sieht vor, dass Online-Videosprechstunden ab Juli 2017 finanziell gefördert werden.

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Spitzenverband der gesetzlichen Kran­kenversicherung (GKV) haben sich im November über die technischen Anforde­run­gen für die Praxis und den Videodienst geeinigt. Die Vereinbarung dazu beinhaltet Ein­zelheiten zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz. „Als nächstes sollen die für die Videosprechstunde geeigneten Fachgruppen und Krankheitsbilder im Bewer­tungs­ausschuss festgelegt und über die Vergütung der neuen Leistung verhandelt werden“, hieß es aus der KBV.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Konsultation per Video nicht den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt ersetzen darf, sondern bei einer bereits begonnenen Behandlung ergänzend eingesetzt werden kann. Ärzte müssen zudem für die Videosprechstunde eine schriftliche Einwilligung des Patienten einholen.

„Auf der Grundlage dieser Vereinbarung beschließt nun der Bewertungsausschuss bis Ende März 2017 entsprechende Anpassungen des Einheitlichen Bewertungs­maß­sta­bes“, berichtet die KBV.

Strömer warnte in diesem Zusammenhang, eine zu geringe Dotierung und Mengen­be­grenzungen könnten innovative Angebote blockieren. Er wies darauf hin, dass die Pa­tien­ten zwar sehr interessiert seien, sich die Nachfrage bei den Ärzten aber „deutlich schleppender“ gestalte. Käme es nicht zu einer auskömmlichen Honorierung, blieben weite Teile der gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland von dieser Innovation ausgeschlossen, prognostizierte der Berufsverbands-Präsident. © hil/aerzteblatt.de

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