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Politik

Pilotphase für das Versichertenstammdaten­management gestartet

Dienstag, 22. November 2016

/dpa

Berlin – Ab sofort werden 23 niedergelassene Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten sowie ein Krankenhaus das sogenannte Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) mittels der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) testen. Darauf hat die gematik Ge­sellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte hingewiesen.

Die Tests finden in der sogenannten Testregion Nordwest statt, das bedeutet in Schles­wig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Sie umfassen alle von der ge­ma­tik zugelassenen Geräte und Dienste und die technischen Abläufe beim Einlesen der eGK bis hin zur Schulung der Ärzte, Zahnärzte und des medizinischen Personals.

Das VSDM ist die erste Anwendung der neuen sogenannten Telematikinfrastruktur (TI). Sie ermöglicht es Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten, online zu überprüfen, ob die auf der eGK gespeicherten Versichertenstammdaten aktuell sind beziehungsweise ob ein gültiges Versicherungsverhältnis besteht. Für die Patienten bedeutet das, dass mög­li­che Änderungen, die sie ihrer jeweiligen Krankenkasse gemeldet haben, auto­matisch beim nächsten Praxisbesuch auf der Karte aktualisiert werden.

Sollten die Pilottests erfolgreich verlaufen, sollen im nächsten Schritt 500 Erprobungs­praxen angeschlossen werden, bevor der bundesweite Betrieb beginnt. „Erstmals wer­den Ärzte, Zahnärzte und Kliniken über die TI sektorenübergreifend miteinander vernetzt sein. Wir haben eine Plattform geschaffen, die eine höchstmögliche Sicherheit für Pa­tien­tendaten bietet und künftig allen Bürgern moderne vernetzte medizinische Anwen­dun­gen zur Verfügung stellen kann“, sagte Alexander Beyer, Geschäftsführer der ge­ma­tik. Er betonte, die neue TI werde die bestehenden Netze wie das Sichere Netz der Kassen­ärztlichen Vereinigungen (SNK) nicht überflüssig machen – vielmehr würden diese Bestandsnetze an die TI angebunden.

Der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Bern­hard Brautmeier, hatte die Tests bereits im Sommer angekündigt. „Wir gehen davon aus, dass der Abgleich der Stammdaten in den meisten Fällen maximal fünf Sekunden dauert, und es zu keinen Beeinträchtigungen im Praxisalltag kommt“, sagte er auf der KV-Vertre­terversammlung. © hil/aerzteblatt.de

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