NewsAuslandAustralische Ärzte diagnostizieren wieder Skorbut
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Australische Ärzte diagnostizieren wieder Skorbut

Mittwoch, 30. November 2016

Sydney – In Australien sind mehrere Fälle der alten Seemannskrankheit Skorbut diagnos­tiziert worden. Das Wiederaufkommen von Skorbut sei auf falsche Ernährungs­ge­wohn­heiten zurückzuführen, sagte die Diabetes-Expertin Jenny Gunton. In Australien wurden zwölf Fälle von Skorbut festgestellt, in medizinischen Fachblättern ist aber auch von Skorbutfällen in Spanien und Großbritannien die Rede. Die Krankheit führt zu Zahn­fleischbluten, mangelnder Wundheilung und Hautentzündungen.

„Ich konnte es gar nicht glauben“, sagte die Patientin Penelope Jackson dem Sydney Morning Herald. „Ich dachte, stopp mal, Skorbut gibt es schon seit Jahrhunderten nicht mehr.“ Sie habe die Krankheit mit dem Weltenbummler Captain Cook verbunden. Von James Cook ist überliefert, dass er als einer der ersten den Zusammenhang zwischen dem mangelnden Verzehr von frischen Früchten und Skorbut nachvollzog.

„Der menschliche Körper kann Vitamin C nicht bilden, daher müssen wir Nahrungsmittel zu uns nehmen, in denen es enthalten ist“, sagte Gunton. Aufgrund ihrer Untersuchun­gen rät sie Ärzten dazu, auf ein besonderes Skorbutrisiko bei Diabetes-Patienten zu achten. Vitamin C ist unter anderem in Orangen, Brokkoli, Kiwi, Paprika, Grapefruit und Erdbeeren enthalten. Durch langes Kochen verliert das Vitamin C seine Wirksamkeit. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2018
Berlin – In wenigen Monaten will auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine quantitative Empfehlung zum Zuckerkonsum aussprechen. Das Positionspapier zur Zuckerreduktion soll Anfang 2019
DGE-Empfehlung für Zuckerkonsum angekündigt
18. Oktober 2018
Kuopio – Eine vollkornreiche Ernährung gilt neben anderen Lebensstilfaktoren als besonders gesundheitsförderlich – unter anderem soll sie das kardiovaskuläre Risiko reduzieren, zur Erhaltung eines
Betaine könnten gesundheitsförderliche Wirkungen von Vollkornproduken mitverantworten
17. Oktober 2018
Berlin – Die Vereinbarung von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) mit der Industrie für weniger Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten ist bei Opposition, Verbraucherschützern und
Grüne kritisieren Klöckners Pläne für weniger Fett und Zucker
16. Oktober 2018
Berlin – Für eine gesündere Ernährung sollen Fertiggerichte wie etwa Tiefkühlpizza künftig schrittweise mit weniger Fett, Salz und Zucker auskommen. Auch Portionsgrößen von Produkten sollen kleiner
Klöckner einigt sich mit Industrie auf weniger Fett und Salz in Fertiggerichten
16. Oktober 2018
Otago – Nach der Auffassung neuseeländischer Forscher ist die Ernährung für die Entwicklung einer Gicht weit weniger wichtig als bislang angenommen. Entscheidend sei vielmehr die genetische
Gene für die Entwicklung der Gicht wichtiger als gedacht
15. Oktober 2018
Berlin – Damit kleine Kinder nicht an Zucker gewöhnt werden, will Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) bis Ende 2019 süßende Zutaten in Babytees aus dem Verkehr ziehen. „Die Produkte für
Klöckner will zusätzlichen Zucker in Babytees verbieten
15. Oktober 2018
Zürich – Eine fettreiche Ernährung vor, während und nach der Schwangerschaft hat sich in tierexperimentellen Studien in Translational Psychiatry (2018; 8: 195) bis auf die Urenkelgeneration
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER