NewsVermischtesHerz­schwestern-Mo­dell zahlt sich aus
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Herz­schwestern-Mo­dell zahlt sich aus

Freitag, 2. Dezember 2016

Mainz – Der Einsatz von spezialisierten Herzinsuffizienz-Pflegekräften lohnt sich für Pa­tienten und Kostenträger. Das ist das Ergebnis einer Befragung von SpectrumK im Auf­trag der Betriebskrankenkassen (BKK) in Rheinland-Pfalz. Demnach müssen Patienten mit einer chronischen Herzinsuffizienz seltener ins Krankenhaus, wenn sie von einer so­genannten Herzschwester medizinisch betreut werden.

In Rheinland-Pfalz haben die Betriebskrankenkassen und die Landwirtschaftliche Kran­ken­kasse gemeinsam mit der Gesundheitsorganisation Ludwigshafen (Go-LU) und dem Praxisnetz Vorderpfalz (PRAVO) einen Versorgungsvertrag für die Behandlung von Herz­insuffizienz geschlossen. Der Vertrag sieht neben der Betreuung durch spezialisierte Pfle­gefach­kräfte auch eine enge Kooperation mit den behandelnden Fach- und Haus­ärzten vor, die nach abgestimmten Behandlungspfaden die einzelnen Untersuchungen und Be­handlungsschritte medizinisch sinnvoll koordinieren.

Der Befragung zufolge fühlen sich 95 Prozent der Teilnehmer des Herzschwestern-Mo­dells besser versorgt. 93 Prozent finden es hilfreich, dass die Herzschwester regelmäßig anruft, um sich nach dem Gesundheitszustand zu erkundigen. 80 Prozent gaben an, dass sie durch die Erklärungen der Herzschwester ihre Krankheit besser verstehen als vorher.

Anzeige

Zudem meinen 84 Prozent, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Facharzt durch den Vertrag verbessert hat. 76 Prozent sind davon überzeugt, dass sie durch die Teilnahme am Vertrag einfacher und schneller einen Facharzttermin erhalten. Nur zwölf Prozent der befragten Teilnehmer gaben an, seit Einschreibung in den Vertrag den Not­arzt wegen der Herzschwäche in Anspruch genommen zu haben.

Die Untersuchung ergab darüber hinaus, dass auch die Kostenträger von dem Modell profitieren. Denn durch eine geringere Zahl von Krankenhauseinweisungen sanken die Ausgaben für die stationäre Behandlung. Auch die Gesamtkosten waren für im Vertrag eingeschriebene Patienten niedriger, obwohl die ambulanten Behandlungskosten sich durch die engmaschige Betreuung durch Haus- und Fachärzte erhöht hatten. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. März 2019
Kassel – Bei der häuslichen Intensivpflege von unheilbar kranken Kindern verschärft sich der Mangel an Pflegekräften. Die Ursache sei eine im Januar in Kraft getretene Regelung, sagte Markus Behrendt,
Gesetz verschärft Personalnot bei Pflege schwerkranker Kinder
15. März 2019
Mainz – Rheinland-Pfalz baut seine Förderung für die Krankenhäuser in diesem Jahr weiter aus. 2019 stehen rund 147 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung und damit vier Millionen Euro
Mehr Geld für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz
7. März 2019
Berlin – Der Gemeinsame Bundessauschuss (G-BA) hat das Beratungsverfahren für ein neues telemedizinisches Behandlungsprogramm für Patienten mit Herzinsuffizienz eingeleitet. Darauf hat der
Neue telemedizinische Behandlung bei Herzinsuffizienzpatienten auf dem Prüfstand
1. März 2019
Mainz – Rheinland-Pfalz fördert die Niederlassung von Hausärzten ab sofort intensiver. „Ziel der Landesregierung ist es, die Entscheidung für eine hausärztliche Niederlassung im ländlichen Raum zu
Mehr Förderung für niederlassungswillige Hausärzte in Rheinland-Pfalz
28. Februar 2019
Mainz – Der Staat lässt Familien allein, die Pflegebedürftige betreuen und diese nicht an eine stationäre Einrichtung vermitteln wollen. Die Familien suchen daher zunehmend nach Auswegen und greifen
In Deutschland fehlen Strukturen für verlässliche Betreuung von Pflegebedürftigen in der Familie
27. Februar 2019
Berlin – Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland versorgen immer mehr Patienten mit einer Herzinsuffizienz. Das geht aus einer Analyse des sogenannten Versorgungsatlas hervor. Dieser ist eine
Mehr Herzinsuffizienzpatienten in der ambulanten Versorgung
19. Februar 2019
Hannover – Auf den Mangel an Pflegekräften, die Familien mit Pflegekräften unterstützen, hat die Landespflegekammer Niedersachsen hingewiesen. Insbesondere in der häuslichen Versorgung griffen heute
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER