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Politik

Freiburger Einsilbertest: Hörüberprüfung künftig auch mit Störgeräuschen

Freitag, 2. Dezember 2016

Berlin – Der Erfolg einer Hörgeräteversorgung wird künftig auch durch den Freiburger Einsilbertest mit Störgeräuschen überprüft. Das hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) beschlossen und die Hilfsmittel-Richtlinie entsprechend geändert. Das teilte jetzt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit.

Ziel der Hörgeräteversorgung ist es, ein Funktionsdefizit des Hörvermögens weitgehend auszugleichen. Dabei soll ein Sprachverstehen bei Umgebungsgeräuschen und in grö­ße­ren Personengruppen erreicht werden. Zur Überprüfung des Erfolgs einer Hörgeräte­ver­sorgung können laut Hilfsmittel-Richtlinie verschiedene Testverfahren angewendet werden. Der Freiburger Einsilbertest stellt im deutschen Sprachraum die am häufigsten verwendete Hörprüfung mit Sprache dar.

Dabei werden dem Patienten mehrere einsil­bi­ge Wörter wie „Ring“ oder „Spott“ in ver­schiedenen Lautstärken vorgespielt. Der Patient soll das gehörte Wort nachsprechen. Schafft er es, so vermerkt der Arzt dies und erstellt ein Audiogramm mit einer Verständ­lichkeitskurve. Das Ergebnis kann er mit früheren abgleichen, um einen Hörgewinn sicht­bar zu machen. Bisher wurde der Test laut Hilfsmittel-Richtlinie aus­schließ­lich „in Ruhe“ eingesetzt. Nach dem Beschluss des G-BA wird er künftig auch „im Störschall“ durchge­führt.

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Der Test ist laut KBV aus Expertensicht aber auch mit Störgeräuschen genauso geeig­net, den Erfolg einer Hörgeräteversorgung zu überprüfen, wie andere Testverfahren, die bereits mit Störgeräuschen durchgeführt werden, zum Beispiel der Oldenburger Satztest oder der Göttinger Satztest. Nach einer Expertenanhörung hat der G-BA Ende Novem­ber die Hilfsmittel-Richtlinie geändert. Der Freiburger Einsilbertest kann künftig zur Überprü­fung des Hörerfolgs im Störschall ebenfalls eingesetzt werden.

Der Beschluss des G-BA wird zunächst durch das Bundesministerium für Gesundheit geprüft. Wird der Beschluss nicht beanstandet, kann er nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten. © EB/aerzteblatt.de

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