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Atomlager Asse: Weniger Leukämie-, mehr Schilddrüsen­krebsfälle

Dienstag, 6. Dezember 2016

/dpa

Remlingen – In den Gemeinden rund um das marode Atomlager Asse gab es zwischen 2010 und 2014 weniger Leukämiekranke als erwartet, dafür ist das Risiko an Schilddrü­senkrebs zu erkranken dort noch immer überdurchschnittlich hoch. Das geht aus einem Bericht des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN) hervor, das der Landkreis Wolfenbüttel angefordert hatte.

Demnach erkrankten in dem Zeitraum fünf Menschen neu an Leukämie, statistisch er­war­­tet worden waren 8,5 Fälle. Schilddrüsenkrebs wurde dagegen bei neun Menschen diagnostiziert. Die Zahl lag damit deutlich über den erwarteten 3,8 Fällen. In einer älteren Statistik von 2010 war für die Jahre 2002 bis 2009 eine Häufung sowohl von Leukämie als auch von Schilddrüsenkrebs festgestellt worden.

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„Es erleichtert uns einerseits natürlich sehr, dass bei Leukämien und anderen Blutkrebs­er­krankungen keine Erhöhung mehr besteht“, erklärte heute die Wolfenbütteler Landrä­tin Christiana Steinbrügge. „Andererseits müssen wir uns weiterhin mit den Umständen der nach wie vor erhöhten Raten bei Schilddrüsenkarzinomen auseinandersetzen, auch wenn es bis jetzt noch wenig Ansatzpunkte gibt.“

Zu den Ursachen für die erhöhte Rate von Schilddrüsenkrebs machte das EKN keine Aussagen. Atomgegner machen die radioaktiven Abfälle in der Asse für das erhöhte Krebsrisiko verantwortlich. Ein Zusammenhang ist jedoch bislang nicht eindeutig belegt. © dpa/aerzteblatt.de

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