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Vermischtes

Modellprojekt erprobt Patientensteuerung im Notdienst

Dienstag, 13. Dezember 2016

Ingolstadt – Wie sich Notaufnahmen und ärztliche Bereitschaftsdienste entlasten lassen und Patienten gleichzeitig die bestmögliche Versorgung erhalten, soll ein Modellprojekt na­mens „GOINakut“ im Raum Ingolstadt zeigen. Die Partner des Vorhabens sind das Pra­xisnetz GOIN und die Bayerische TelemedAllianz (BTA).

Im Rahmen des Projektes können Patienten aus Ingolstadt sowie den Landkreisen Eich­stätt, Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen sich unter einer kostenfreien Service­nummer (0841 / 8 866 866) beraten lassen, welche Einrichtung sie mit ihren Beschwer­den aufsuchen sollten. Hierbei wird anhand von wissenschaftlich validierten Fragebögen eine Einschätzung abgegeben, ob sie in die Notaufnahme eines Kranken­hauses oder zu einem Bereitschaftsarzt gehen sollten oder ob es ausreicht, dass sie in den nächsten Stunden oder am nächsten Tag ihren Haus- oder Facharzt oder eine Apotheke auf­su­chen. Ärzte stehen dafür täglich und rund um die Uhr für die Anfragen der Bürger zur Ver­fügung. Bei lebensbedrohlichen Notfällen gilt allerdings weiterhin die Notrufnummer 112.

Die Projektpartner verweisen zum Start des Vorhabens auf Erfahrungen aus anderen Ländern wie England, Dänemark oder der Schweiz. Dort konnte die Anzahl der Patien­ten, die eine Notaufnahme oder Bereitschaftspraxis aufsuchen, deutlich reduziert wer­den. Die große Mehrheit der Anrufer zeigte sich laut dem Ärztenetz und der BTA zufrie­den mit der telefonischen Beratung. „Mit der telefonischen Beratung im Rahmen von GOINakut möchten wir unseren Patienten das sichere Gefühl geben, dass sie sich mit ihren Beschwerden jederzeit an einen kompetenten Ansprechpartner wenden können“, sagte Siegfried Jedamzik, Vorstand von GOIN und Geschäftsführer der BTA.

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Zunächst soll GOINakut bis zum 12. Juni 2017 erprobt werden. Ist der Testlauf erfolg­reich, soll das Projekt fortgesetzt werden und außerdem weiteren Regionen als Vorlage dienen.

Patienten, die daran teilnehmen möchten, müssen sich per Post oder Fax, über die Homepage oder die App des Projektes registrieren und eine Einwilligungserklärung abgeben. © hil/aerzteblatt.de

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