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Vermischtes

Crystal Meth in ostdeutschen Abwässern nachweisbar

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Lissabon – Ob Speed oder Kokain – aus den Hinterlassenschaften der Menschen in Ab­wässern können Experten auf den Drogengebrauch schließen. In dem gestern in Lissa­bon veröffentlichten Bericht der Europäischen Beobachtungs­stelle für Drogen und Dro­gen­sucht wurden auch einige deutsche Städte untersucht.

Crystal Meth ist demnach jetzt auch in den Abwässern von Ostdeutschland und Nordeu­ropa klar nachweisbar. Zuvor seien Spuren von Methamphetamin, dem Grundstoff von Crystal Meth, nur in ei­nigen osteuropäischen Ländern wie der Slowakei zu messen ge­we­sen, so der Report. In Dresden konnten täglich im Schnitt 136,7 Milligramm pro 1.000 Men­schen nachgewiesen werden. In München waren es nur knapp 25 Milligramm und in Dortmund 3,7 Milligramm.

Für die Untersuchung hatten Experten eine Woche lang Abwässerproben in Dutzenden Städten aus 18 europäischen Ländern genommen. Die Untersuchungen werden jedes Jahr von der Behörde durchgeführt.

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London ist demnach die europäische Hauptstadt des Kokains – aber nur von Montag bis Freitag. An den Wochenenden ist die belgische Stadt Antwerpen auf Platz eins. In Dres­den scheint der Kokainkonsum hingegen gering zu sein: Die Experten fanden nur 17,7 Milligramm pro Tag und 1000 Menschen in den Abwässern. München hingegen kam auf fast 114 und Dortmund sogar auf knapp 421 Milligramm.

Spuren von Amphetamin (Speed) sind dem Report zufolge in nordeuropäischen Städten höher als im Süden des Kontinents. Von den untersuchten deutschen Städten kam Dül­men in Nordrhein-Westfalen auf den höchsten Wert (177 Milligramm).

Bei der chemischen Verbindung MDMA (Ecstasy) lagen die gemessenen Werte in Deut­schland nicht höher als 24 Milligramm pro Tag und 1.000 Menschen (München). Zum Vergleich: Die norwegische Hauptstadt Oslo kam dem Report zufolge etwa auf die vier­fache Menge. © dpa/aerzteblatt.de

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