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Rhön fordert mehr Geld für Forschung und Lehre am Uniklinikum Gießen und Marburg

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Neustadt – Die Rhön-Klinikum AG fordert von der hessischen Landesregierung mehr Geld für die Forschung und die Lehre an den Universitätskliniken in Gießen und Mar­burg. „Die letzte Einigung mit den Universitäten erfolgte 2008/2009. Seitdem sind alle Bemühungen erfolglos geblieben, sich mit den Universitäten und dem Land auf eine angemessene Finanzierung der staatlichen Aufgaben zu einigen”, sagte der Vorstands­vorsitzende des Klinikkonzerns, Martin Siebert.

Rhön hatte im Jahr 2006 95 Prozent der Geschäftsanteile an den fusionierten Universi­täts­kliniken Gießen und Marburg übernommen. Das „Uniklinikum Gießen und Marburg“ (UKGM) deckt seither wie alle Uniklinika neben der Versorgung von Patienten insbeson­dere mit komplexen Krankheitsbildern auch die Bereiche Forschung und Lehre ab. Die beiden letztgenannten sind eine staatliche Aufgabe, die auch staatlich finanziert werden soll.

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Aber das UKGM erhält dafür seit 2008 beziehungsweise 2009 unveränderte Abschlags­zahlungen. Diese berücksichtigen nicht, dass Personal- und Sachkosten seither deutlich gestiegen sind. Laut Rhön fehlen dem UKGM aktuell pro Jahr rund 25 Millionen Euro. „Wir sind nach Bewertung der Gespräche an einem Punkt angelangt, an dem wir die durch externe Gutachten bestätigte anhaltende Subventionierung von Forschung und Lehre aus dem Budget der Krankenversorgung nicht mehr länger hinnehmen können – das geht zulasten unserer Patienten“, sagte Siebert.

Rhön werde daher Schieds- und Gerichtsverfahren anstrengen, um seine Forderungen gegenüber dem Land durchzusetzen. „Selbstverständlich wollen wir den Gesprächs­faden nicht abreißen lassen und ziehen eine konstruktive außergerichtliche Lösung einem langwierigen Rechtsstreit vor“, betonte Siebert. Denn die durch den Rechtsstreit drohende „Hängepartie“ gefährde notwendige Zukunftsinvestitionen in Gießen und Marburg. © hil/aerzteblatt.de

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