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Griechenland: Erste Erfolge der „Gesundheits­strategie 2014 - 2020“

Freitag, 23. Dezember 2016

Athen – Um das griechische Gesundheitssystem zukunftsfest zu machen, hat die grie­chische Regierung eine „Gesundheitsstrategie 2014 - 2020“ vorgelegt, die eine Reform der Infrastruktur vorsieht und auf den Zugang aller Bürger zum Gesundheits­system zielt.

Als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise und der damit einhergehenden drastischen Sparmaßnahmen gehört das griechische Gesundheitssystem inzwischen zu den schlech­testen in Europa. Der Anteil der öffentlichen Gesundheitsausgaben liegt zurzeit nur noch bei 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), was den griechischen Gesundheits­mi­nis­ter Andreas Xanthos vor einiger Zeit zu der Äußerung veranlasste, dass man damit keine hochwertige medizinische Versorgung mehr garantieren könne.

Ziel müsse sein, dass sich das Land nach und nach dem europäischen Durchschnitt an­nähere und es vor einem Abrutschen auf das Niveau eines Dritte-Welt-Landes bewahrt werde. Unmittelbar notwendig sind nach Ansicht des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums etwa 5.000 neue Stellen für Pflegepersonal und 3.000 Stellen für Ärzte in den Kranken­häu­sern und der medizinischen Grundversorgung.

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Die „Gesundheitsstrategie 2014 - 2020“ stützt sich auf einen nationalen Plan zur Reform des Gesundheitssystems und listet 100 Punkte auf, um den Menschen in Griechenland einen universellen Zugang zur medizinischen Versorgung zu garantieren. Im Mittelpunkt der neuen Gesundheitsstrategie stehen dabei eine rationale Arzneimittelversorgung so­wie die Überprüfung von Indikationen.

Denn die Ausgaben für Medikamente waren in Griechenland vor der Krise deutlich höher als im EU-Durchschnitt. Vorgesehen ist aber auch eine Erhöhung der finanziellen Mittel für den Gesundheitssektor. So soll der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP bis 2019 rund 6,4 Prozent betragen. Dazu kommen Subventionen vonseiten der Europäischen Un­ion, um Krankenhäuser technisch auf den neuesten Stand zu bringen oder neu zu errichten.

Außerdem wird in mobile medizinische Einheiten, in technische Ausrüstung sowie die Un­fall- und Notfallversorgung investiert. Ein erster Erfolg ist, dass seit April 2016 rund 2,2 Millionen Griechen, die ihren Zugang zur Sozialversicherung verloren hatten, wieder kos­tenlosen Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem haben. Damit ist auch die Ver­sor­gung mit Medikamenten wieder gewährleistet. © fs/aerzteblatt.de

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